Goliath - Die Stunde der Wahrheit

Autor: Scott Westerfeld
Ab 12 Jahren
544 Seiten

Prinz Aleksandar ist noch immer fest entschlossen, dem Krieg ein Ende zu setzen und dann den österreichischen Thron zu besteigen, für den er durch ein päpstliches Schreiben legitimiert ist.
Als er Nikola Tesla kennenlernt, der als ursprünglicher Mechanist zu den Darwinisten übergelaufen ist, ergreift Alek die Chance, um den Erfinder in seinem Plan zu unterstützen. Er hat eine Maschine gebaut, die in der Lage sein soll, mit nur einem Knopfdruck, eine Stadt dem Erdboden gleich zu machen. Sie wollen die Maschine nicht wirklich zum Einsatz bringen, doch sie bietet das beste Druckmittel, um ihre Gegner zu einer Kapitulation zu zwingen. Aber Alek hat nicht mit Dylan Sharp gerechnet, seinem besten Freund, der ebenfalls Nachforschungen zur Maschine anstellt. Doch Dylan, vielmehr Deryn Sharp, hütet ein Geheimnis. Sie ist ein Mädchen und niemand darf es wissen. Ihr Geheimnis droht enthüllt zu werden und einen Keil zwischen ihre Freundschaft zu treiben - genau dann, wenn sie diese am dringendsten benötigen - denn Teslas Maschine ist erwacht und so beginnt Goliath den Krieg vielleicht stärker denn je anzufachen…

Beeindruckende Neuschöpfungen und ein magnetischer Mittelpunkt
„Goliath – Die Stunde der Wahrheit“ ist der Abschlussband um Scott Westerfelds so lohnende Trilogie, die sich stark an den Geschehnissen des 1. Weltkriegs orientiert und dennoch so ganz anders ist, als jede historische Kriegsgeschichte es jemals sein könnte. Mir fiel es nicht schwer, mich nach dem zeitlichen Abstand zwischen Band 2 und 3 wieder in die Handlung und Verwicklungen hineinzufinden, da Scott Westerfeld seine Linie beibehält und vom ersten Satz an Spannung erzeugt.

Der Autor gibt einigen bedeutenden historischen Figuren ihre Auftrittmöglichkeiten, bleibt aber ansonsten an seinem ganz eigenen Konzept, das sich vordergründig mit der Rivalität von Mechanisten und Darwinisten auseinandersetzt. Dabei werden den LeserInnen Beschreibungen der ulkigsten, gruseligsten, aber auch beeindruckendsten Schöpfungen kredenzt, die z.T. aus Kombinationen zwischen verschiedenen Tierarten bestehen oder komplett neu auf die Welt losgelassen wurden. Auch im maschinellen Sektor übertrifft Herr Westerfeld sich erneut. Mit Nikola Tesla schafft er einen magnetischen Mittelpunkt in seinem Werk, welcher mit ganz eigenen Ideen den Verlauf des Krieges zu beeinflussen sucht.

Ein Roman, der sowohl zum Schmunzeln als auch Schmachten einlädt
Wie gewohnt berichten Alek und Deryn (Letztere hat sich als Kadett Dylan Sharp verkleidet) aus  der personalen Erzählperspektive die Geschichte. Zwischen diesen beiden Hauptfiguren soll sich endlich ein heiß ersehntes Gefühlsgeflecht entwickeln, das zum Schmunzeln, aber auch Schmachten einlädt.
Insgesamt sind die Charaktere dieser Geschichte gut ausgearbeitet und werden von dem perspikuitiven Tierchen namens Loris zu Höchstformen animiert. Was ein perspikuitiver Loris ist? – Lest es nach! ;-) Jedenfalls hat mich Scott Westerfeld in seinem Finale nicht enttäuscht, sondern einmal mehr ein wahres Wunderwerk geschaffen, das durch seine geschichtlichen und fantastischen Elemente viele andere Werke seines Genres in den Schatten stellt.

Ein packendes Finale mit vielen Parallelen und Andeutungen
Fasziniert bin ich vom Talent des Autors alle Fäden, die er seit Beginn der Geschichte gewebt hat, bis zum Ende sinnvoll und spannend fortzuführen und in diesem packenden Finale auf die eine oder andere Weise miteinander zu verbinden.
Alleine schon der Name des darwinistischen Wal-Luftschiffes Leviathan bildet eine von vielen Andeutungen und Parallelen zu bekannten Philosophen, geschichtlichen Figuren und vielem mehr.
Nichtsdestotrotz hat sich in „Goliath  - Die Stunde der Wahrheit“ das spezielle Highlightgefühl, das mich während des Lesens von „Behemoth“ begleitet hatte, nicht eingestellt, so dass ich in meiner Endwertung wohl leichte Abzüge vornehmen muss.

Mein endgültiges Urteil
Scott Westerfelds Trilogie ist eine actiongeladene Fantasy-Versuchung, die sich Liebhaber dieses Genres nicht entgehen lassen sollten. Wer die Trilogie noch nicht kennt, sollte schleunigst mit „Leviathan – Geheime Mission“ beginnen, um sich zum Schluss in „Goliath – Die Stunde der Wahrheit“ zu verlieren. Eine meiner liebsten Trilogien, die erneut von den Illustrationen Keith Thompsons aufpoliert wurde und die ich nicht mehr missen möchte. Witz, Spannung, Intensität und Spaß beim Lesen, all das und noch mehr wird einem in diesem Roman geboten!

Erschienen bei: cbj

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Autorin / Autor: charlielou - Stand: 21. Januar 2013
 
 
 

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