Goldmond

Autorin: Tamara Glück

Der Roman „Goldmond“ erschien im Frühjahr 2021 beim „edition a“-Verlag. Die Autorin des Buches, Tamara Glück, sticht wohl vor allem durch ihr junges Alter hervor, denn sie wurde im Jahre 2003 geboren.

Der Roman handelt von einer Zukunftsversion, in der der Klimawandel durch die Segregation der Menschen aufgehalten werden sollte. Auf der einen Seite steht die zahlenmäßig geringere Gruppe der Adeligen. Unsterblich und wohlhabend gegenüber der Gruppe der Arbeitenden, auch Redbloods genannt. Sterblich und arm machen sie den Großteil der Bevölkerung aus. In dieser Zukunft begegnen sich aufgrund eines Zugunglücks die junge Redblood namens Elena, die ein armes, karges Leben als Arbeiterin in einer Fabrik fristet, und der junge Adelige mit Namen Leander, gerade unsterblich geworden und wohlhabend. Dieser Zufall lässt die beiden näherkommen und bereitet den Weg für eine Liebesbeziehung voller Hürden und Komplikationen.

Das Buch lockt durch einen farblich schön abgestimmten Einband, doch muss ich sagen, dass mir beim Lesen einige Male grobe Rechtschreibfehler aufgefallen sind. Diese störten meinen Lesefluss leider erheblich. Die Haupt- (und auch Neben-)charaktere sind mir persönlich ein bisschen zu eindimensional gestaltet. Die Handlungen der Geschichte sind vorhersehbar und die Geschichte neigt dazu, Geheimnisse direkt zu lüften. Die Welt und die darum aufgebaute Geschichte wirkt auf mich persönlich ebenfalls ein bisschen zu flach gestaltet. Ich persönlich bin ein Fan vieler detailreicher Beschreibungen und Ausarbeitungen von Welten, ihren Charakteren und deren Geschichten. Alles in allem muss ich gestehen, dass mich der Roman bis auf eine kurze Passage am Ende nicht sonderlich gefesselt hat. Allerdings gilt dabei auch zu bedenken, dass die Autorin wirklich sehr jung ist und dies ihr Debütroman. Es sei also Nachsicht bei kritischer Auseinandersetzung geboten. Empfehlen würde ich diesen Roman vor allem für die Altersklasse der Jugend, da er für jüngere Personen, vor allem zum Ende hin, doch etwas zu brutal erscheint. Für ältere Personen kommt es wohl darauf an, mir persönlich war dieser Roman leider ein wenig zu eindimensional gestaltet.

Erschienen bei edition a

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Autorin / Autor: berry - Stand: 9. April 2021