Gegen den bittersten Sturm

Autorin: Brittainy C. Cherry
Übersetzt von Wiebke Pilz

Aaliyah und Connor lernen sich auf einer Halloweenparty kennen und sind auf Anhieb voneinander fasziniert. Beide können sich gerade nicht auf eine Beziehung einlassen. Sie wagen aber den Versuch, sich für eine Nacht ineinander zu verlieben. In der Annahme, sich nicht wiederzusehen, offenbaren sie einander ihre geheimsten Gedanken und Träume.
Zwei Jahre später stehen sie einander plötzlich wieder gegenüber. Aaliyah ist mittlerweile mit Jason verlobt, Connors neuem Geschäftspartner.

Die Geschichte spielt in New York. Es werden immer wieder Unterschiede zu den Südstaaten aufgegriffen und witzig verpackt. Das Buch ist Teil 2 der Compass-Reihe. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und haben verschiedene Protagonisten. Es ist also kein Problem, nur ein beliebiges Buch der Reihe zu lesen.

Meine Meinung

Mir hat sehr gut gefallen, dass das Buch eine positive Weltsicht vermittelt, aber nicht nur seicht ist. Auch schwierige Themen kommen zum Tragen. Die Charaktere begegnen diesen mit einer optimistischen Haltung, was sicher auch bei den Leserinnen Impulse zum gesunden Umgang damit setzen kann. Im Buch findet sich auch eine Triggerwarnung.
Das Buch ist in einem gut lesbaren Stil geschrieben und enthält viele Dialoge. Dabei wurden die Figuren mit kleinen Eigenheiten beim Sprechen ausgestattet, was authentisch, aber nicht aufdringlich wirkt.
Weniger gefallen hat mir, dass einige Bilder überstrapaziert wurden. Gebrochene Herzen tauchen so oft auf, dass es bei mir leider keine Wirkung mehr erzielte. Auch wird mit Klischees leider nicht gerade sparsam umgegangen. So wird Aaliyahs Verlobter Jason als sehr oberflächlicher, fieser Macho charakterisiert, an dem keine einzige gute Eigenschaft zu finden ist. Damit sie sich in ihn verliebte, hatte er sich verstellt. Die sehr einseitige Ausgestaltung der Antagonisten fand ich nicht glaubwürdig. Die beiden Hauptpersonen Aaliyah und Connor wurden dafür viel differenzierter charakterisiert.
Die Botschaft hat mir umso besser gefallen: Es wird vermittelt, dass auch introvertierte Personen mit gewissen Eigenheiten ihre große Liebe finden können. Auch muss man sich Liebe nicht erst „verdienen“ und es ist am wichtigsten, dass man sich selbst liebt.

Erschienen bei LYX

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Autorin / Autor: Claudia B. - Stand: 9. November 2021