Firewall

Autorin: Erin Jade Lange
Aus dem Englischen von Sandra Knuffinke und Jessika Komina

Der 16 - jährige Eli Bennett geht mit seinem besten und einzigen Freund Zach auf die Haver High. Seit sich vor einem Jahr Jordan Springer an der Haver High das Leben genommen hat, hat sich dort alles verändert. Er war ein Mobbingopfer, und niemand hat etwas unternommen. Seit dem gibt es an Haver High die “Cyberstasi“, eine Lehrerschaft, die sich darum kümmert, dass so etwas nicht mehr geschieht. Jeder behauptet, ein Freund von Jordan gewesen zu sein. Die beiden einzigen, die ihn wirklich kannten, waren Seth und Mouse. Und nun brauchen sie einen dritten Mann für ihr Team, damit sie an der ACM teilnehmen können. (ACM ist ein Turnier für Computerfreaks). Sie holen sich Eli ins Team. Eli kann anfangs mit den beiden nichts anfangen, erst als sie ihren Plan auf den Tisch legen, findet er langsam Gefallen daran. Sie wollen Rache nehmen an allen, die Jordan Leid zugefügt haben. Und sie wollen der Cyberstasi eins auswischen. Sie hoffen, dass sie damit an der ACM zugelassen werden. Zu spät bemerken sie, dass ihr Plan nicht aufgeht.

Was mir an dem Roman von Erin Jade Lange gefallen und mich neugierig gemacht hat, waren das Cover und der Klappentext. Der mysteriöse Hacker mit seinem Computer kommt schon sehr geheimnisvoll herüber. Der Klappentext mit der Botschaft für Gerechtigkeit hat einen schon neugierig gemacht. Am Anfang des Buches wird beschrieben, was ein „Air Gap“ ist. So konnte man einige Begriffe besser verstehen.  Die Personen kommen einem authentisch vor. Das Thema Mobbing ist ja leider nichts neues mehr. Aber hier im Buch ist es noch mal eine andere Geschichte, den Jordan Springer wurde nicht nur Cybermobbing angetan, sondern er wurde auch in der Öffentlichkeit gemobbt. Was mir nicht gefallen hat, dass sich der Roman sehr auf die Rache mit „Freunde für Springer“ fokussiert und andere Dinge dafür vernachlässigt werden. Denn es ging beim genaueren Lesen nicht nur um Mobbing, sondern auch um Erpressung. Am Ende hätte ich gerne noch erfahren, wie es mit Eli, Seth, Mouse und Zach weiter ging. Ob sie vielleicht die ACM gewonnen haben oder ob sie weiter aufs College gehen. Aber das werden wir leider nicht erfahren, denn einen zweiten Teil wird es wohl nicht geben.

Fazit
Erin Jade Lange führt uns mit ihrem Roman vor Augen, wie sich Personen fühlen, die von anderen gemobbt werden. Ob es Cybermobbing oder verbales Mobbing ist, man sieht, zu was es führen kann. Aber das Buch zeigt auch, dass man aus Fehlern lernen kann, auch wenn es manchmal schon fast zu spät ist. Wir erfahren beim Lesen viel über das Codieren, Programmieren und das Hacken. Aber auch von solchen Sachen, von denen man lieber die Finger lassen sollte. Und es geht um Liebe, alte und neue Freundschaften, darum, ausgegrenzt zu sein und um die Welt der Computer. Diesen Roman kann ich allen Computerfreaks, die sich für Hacken, Codieren und Programmieren interessieren, gerne weiterempfehlen, aber auch für diejenigen, die sich mit dem Thema Mobbing beschäftigen wollen
Ich würde dem Buch 4 von 5 Sternen geben. Aber auch nur, weil es sich zu sehr auf „Freunde für Springer“ bezogen hat.

Erschienen bei Magellan

    Deine Meinung zu diesem Buch?
    Autorin / Autor: sunlina - Stand: 2. März 2020