Fast schon bühnenreif

Autorin: Lisa Rosinsky
Aus dem Englischen
von Sandra Knuffinke und Jessika Komina

Die 15-jährige, Acadia Rose Greenfield, oder auch kurz Cadie genannt, lebt mit ihrer Familie in Baltimore. Sie geht mit ihrem Bruder Josh auf die Fern Grove Highschool, an der auch ihre Mutter als Rektorin arbeitet. Ihr Vater besitzt einen kleinen Buchladen. Bisher lief in Cadies Leben alles super harmonisch. Und dann, ein Anruf der alles verändert. Ihr Vater eröffnet Cadie und Josh, dass sie noch eine Halbschwester haben, die Elisabeth heißt und gerade mal ein halbes Jahr älter als sie selbst ist. Elisabeth ist auch noch das genaue Gegenteil von ihr. Da Elisabeths Mutter gerade verstorben ist und Ross ihr leiblicher Vater, soll sie bei ihnen wohnen. Seit Elisabeth bei ihnen eingezogen ist, hängt der Haussegen schief. Ihre Eltern reden nicht mehr miteinander. Josh zieht sich immer mehr zurück, ihr Vater hat nur Augen und Ohren für Elisabeth. Wie sich Cadie fühlt und wie es ihr geht, scheint niemanden zu interessieren. Sie hat das Gefühl, von ihrer Halbschwester aus ihrem eigenen Leben verdrängt zu werden. Wenn da nicht ihre beste Freundin Raven wäre, der sie alles erzählen kann und die sie versteht. Sogar ihr Schwarm interessiert sich plötzlich nicht mehr für sie, sondern für ihre Halbschwester, die ja so perfekt und geheimnisvoll ist. Um ein bisschen Abstand zu all dem zu bekommen, konzentriert sich Cadie auf ihre Hauptrolle im Schultheaterstück. Bei den Theaterproben verliebt sie sich in ihren Theaterpartner Zephyr. Beide lieben das Theaterspielen. Durch die Proben kommen sie sich näher. Aber hat auch er Gefühle für sie? Cadie hat eine Ide, wie sie vielleicht ihrer Familie helfen kann, wieder zu einander zu finden. Aber wird sie es auch schaffen, die Hauptrolle in ihrem Leben zurückzuerobern?

Meine Meinung:
Für mich kam die Geschichte sehr authentisch rüber. Ich konnte mich gut in Cadies Situation versetzten. Ihre Gefühle und Gedanken konnte ich gut vorstehen. Es gab Stellen, die waren witzig (wenn sie mit ihrem Vater in einer eigenen Sprache sprach), aber auch etwas traurige, z.B. als sie merkt, dass ihre Familie auseinanderbricht. Ich fand es schön, dass sie sich mit dem Thema Religion beschäftigt hat. Sie selbst haben ja einen jüdischen Glauben. Trotzdem ist sie mit zur katholischen Messe von Elisabeth gegangen. Ich konnte mich aber auch in Elisabeths Gefühlswelt gut hineinversetzen. Wie sie sich gefühlt haben muss, ohne ihre Mutter und plötzlich in eine wildfremde Familie zu kommen. Auch die Nebencharaktere sind sehr authentisch und sie gestalten die Geschichte ebenfalls mit.

Ich fand sehr schön, dass von allem etwas vorkommt: Freundschaft, Drama, Eifersucht und Liebe. Wenn man das Buch aufmerksam liest, fällt einem auf, dass die Autorin kurz noch ein anderes Thema beschreibt. Es geht um Beziehungen des gleichen Geschlechts, vor allem wenn man sehr religiös erzogen wurde, ist das ein Tabuthema.
Was ich nicht ganz so schön fand, waren manchmal die langen Kapitel. Die hätten auch ein bisschen kürzer sein können. Das Ende ging mir persönlich zu schnell, denn eine Fortsetzung wird es ja nicht geben. Man hätte noch schreiben können, wie es mit Cadie, Elisabeth und der Familie weitergeht.

Fazit:
Ein sehr gut gelungener erster Jugendroman der Autorin Lisa Rosinsky. Ich hoffe wir werden noch mehr solcher Romane von ihr lesen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich kann allen das Buch nur weiterempfehlen. Habt Spaß beim Lesen.

Erschienen im Magellan Verlag

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    Autorin / Autor: sarah15 - Stand: 11. Februar 2019
     
     

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