Euphoria City

Autorin: Anika Beer

Seit Nora vor einigen Jahren in die Welt von "Euphoria City" eingetaucht ist, hat sie dort viel zu viel Zeit verbracht. Als sie ihren Bruder Mika  verliert, wünscht sie sich nichts sehnlichster, als "Euphoria City" abzuschalten. Durch einen rätselhaften Hinweis ihrer besten Freundin Kitty stößt sie auf Sami, dieser ist allerdings nicht begeistert von diesem lebensgefährlichen Abenteuer.

Geschrieben wird der Roman aus der Sicht der Protagonisten Nora und Sami. Da der Roman in der Realität und in der virtuellen Welt spielt, erfahren wir auch, wie die Protagonisten in der realen Welt leben. Wir lernen Nora kennen, die eine traurige und emotionale Vergangenheit hat. Sie hat ihren geliebten Bruder Mika und ihren besten Freund Jacko durch "Euphoria City" verloren. Aber auch in der virtuellen Welt hat das Krähenmädchen (so wird Nora dort genannt) kein leichtes Spiel. Dort muss sie mit dem Verlust ihrer besten Freundin "Kitty" umgehen. Nora will "Euphoria City" zerstören, aber alleine kann sie es nicht schaffen. Nora ist mutig und immer für ihre Freunde da, auch für Sami und sie stellt sie sich den größten Gefahren und dem größten Gegner in "Euphoria City".

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und stellt "Euphoria City" und seine Charaktere sehr authentisch dar. Auch die Nebenfiguren sind gut ausgearbeitet. Beer beschreibt "Euphoria" als eine "Goldene Stadt", das spiegelt sich auf dem Buchcover wieder, auf dem auch Nora zu sehen ist. Die Autorin bringt uns die Stadt so lebendig nahe, dass man glaubt, sich selbst in dieser virtuellen Welt zu befinden. Dass sie die Charaktere bildlich festgehalten hat, hat mir sehr gut gefallen. Das Ende hat mich persönlich allerdings etwas enttäuscht. Ich hätte gern erfahren, was aus Prinz Dante oder aus Marla, Sergj, Gorm und Yash wurde, die Nora und Sami bei ihrer Mission unterstützen. Da es leider keine Fortsetzung gibt, werden wir es wohl nie erfahren, schade eigentlich, denn dieses Buch hätte eine Fortsetzung verdient, es bleiben so viele Fragen offen.

Fazit
Die Autorin Anika Beer nimmt uns in diesem Roman nicht nur auf eine Reise in die virtuelle Welt von "Euphoria City" mit. Sie zeigt auch, dass aus einem anfänglich normalen Spiel auch eine Sucht werden kann, aus der man so schnell nicht wieder herauskommt. Ein Abenteuer, das anfangs noch harmlos wirkt, wird am Ende ein Spiel um Leben und Tod. Besser hätte Anika Beer die Welt zwischen Realität und Virtuell nicht beschreiben können. Ich kann und werde dieses Buch jedem Gamer und -Fantasyfan und der, der es werden will, gerne weiterempfehlen.


Erschienen bei cbt

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Autorin / Autor: Sarah15 - Stand: 30. November 2021