Escape Quest – Entkomme der Virtual Reality (Bd.2)

Autor_innen: Chiu Pa Ming / Dimitri Chappuis / Laurence Grenier

Escape Rooms sind mittlerweile recht bekannt, dennoch scheue ich mich irgendwie davor, in einem Raum eingesperrt zu sein und nicht zu wissen, was einen erwartet... . Da ist mir ein Escape Quest Buch doch um einiges lieber!
Selbst Detektiv/in zu sein und auf spannende Missionen gehen – das funktioniert tatsächlich auch als Buch und beim Lesen super, auch wenn man es nicht live erlebt. In „Escape Quest – Entkomme der Virtual Reality“ spielen wir einen Mitarbeiter einer IT-Firma. Da geht eines Tages etwas gehörig schief – und wer darf es ausbaden? Wir natürlich! Dabei tauchen wir in virtuelle Realitäten ein und müssen in verschiedenen Spiele-Modi dem unbekannten Phantom und künstliche Intelligenz „Demosthenes“ auf die Spur kommen. Dieser hält tausende Benutzer/innen in einer Art Schlaf fest und nur wir können herausfinden, was er eigentlich vor hat und wie mächtig er ist.

Dass das Leben – auch virtuell – nicht nur schwarz und weiß ist, finden wir und unsere Hackerfreundin Nova auf unseren Abenteuern heraus. Mit überraschenden und nachdenklich machenden Erkenntnissen.

Nachdem wir uns also in die virtuelle Realität begeben haben, geht es schon los mit ziemlich herausfordernden Rätseln. Da müssen wir einmal Zahlencodes entschlüsseln, das andere mal logische Zusammenhänge feststellen oder auch die Umgebung sichten. Als Hilfsmittel dienen uns lediglich die Rätselangaben. Wenn wir richtig liegen, erhalten wir jedes Mal eine Seitenzahl, die uns im Abenteuer weiterführt. Der Schnellcheck am Seitenrand verrät uns, ob wir die richtige Seite aufgeschlagen haben.

Wer gar nicht weiter kommt, kann im beigelegten Heft erst einen Tipp oder auch die Lösung der Rätsel (meist leider ohne viel Erklärung) nachlesen. Aber es ist natürlich spannender, wenn man erst mal selbst eine Weile knobelt.

Oft überrascht man sich dann selbst, was man mit etwas Geduld und Ausprobieren doch alleine hinbekommt. Ich muss aber auch sagen, dass die Rätsel teilweise nicht so gut ausbalanciert sind, was die Schwierigkeit und den Anspruch angeht.  Außerdem ist das ganze Buch ab 12 Jahren empfohlen, mein Freund und ich (beide Ende Zwanzig) hatten aber doch bei dem einen oder anderen Rätsel ganz schön zu knabbern! Auch die angesetzte Spielzeit von ca. drei Stunden konnten wir nicht bestätigen, wir haben weitaus mehr Zeit gebraucht, alle Rätsel zu knacken.

Aber die Story ist wirklich toll, zudem finden sich ganz viele Anspielungen an Geek-  und Nerdkultur in Form von Filmreferenzen oder auch anhand von Charakteren oder Aussprüchen der beiden Protagonisten. Ein wenig störend fanden wir die recht häufigen Rechtschreibfehler und eben wie oben genannt, dass einige Rätsel viel zu leicht oder extrem schwierig oder schwierig nachvollziehbar waren. Sonst ein tolles Buch, das grade an regnerischen Nachmittagen viel Freude bereitet und in andere Welten führt... .

Erschienen bei ullman medien

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Autorin / Autor: mietzi8 - Stand: 17. Juni 2020