Erinnerungsfotos für den Hund

Studie: Können unsere Hunde uns auf Fotos erkennen?

Hunde erkennen die ihnen bekannten Menschen, das wissen alle, denen ein Fellknäuel entgegenspringt, sobald sie nach Hause kommen. Fremden gegenüber sind viele Hunde hingegen deutlich zurückhaltender. Aber liegt diese Differenzierung an den unterschiedlichen Gesichtern oder helfen andere Erkennungsmerkmale den Hunden, zwischen bekannten und unbekannten Menschen zu unterscheiden?

Bisher wurde davon ausgegangen, dass Menschen die einzigen sind, die spezielle Gehirnmechanismen zur Gesichtserkennung haben. Obwohl bekannt ist, dass Gesichter und Augenkontakt eine wichtige Rolle in der Kommunikation zwischen Hund und Mensch spielen, sind die finnischen ForscherInnen von der Universität Helsinki die ersten, die herausfinden wollen, ob Hunde zur Gesichtserkennung in der Lage sind.

Für dieses Experiment sollten sich die Hunde vor einen Bildschirm legen, auf dem ihnen Fotos von Menschen und Hunden gezeigt wurden, die sie kannten. Währenddessen wurden ihre Augenbewegungen mit einem Eyetracker beobachtet. Zum Vergleich wurden auch Bilder von Menschen und Hunden eingespielt, die die Tiere nicht kannten.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Hunde in der Lage waren, Gesichter in den Bildern zu erkennen. Auffällig ist, dass sie die Bilder ihrer Artgenossen deutlich länger ansahen als die von Menschen, ganz egal ob sie ihnen bekannt waren oder nicht. Schon in einer vorhergegangen Studie der Forschungsgruppe hatte sich herausgestellt, dass Hunde lieber in die Gesichter von Artgenossen sehen.
Außerdem betrachteten die Tiere die Bilder von Personen, die sie kannten, intensiver als  die von Fremden.

Zusätzlich wurden den Hunden einige Bilder auch auf dem Kopf stehend präsentiert, weil ihre äußerlichen Eigenschaften wie Farbe, Kontrast und Form mit den normalen Fotos übereinstimmen. Es ist bekannt, dass das menschliche Gehirn gedrehte Bilder anders verarbeitet, die Wahrnehmung von Hunden wurde bisher noch nicht erforscht. Diese sahen die gedrehten Bilder genauso lange an wie die normalen, beachteten die Augenzone auf den aufrechten Bildern aber - genauso wie Menschen - mehr.

Diese Studie zeigt, dass Hunde nicht nur das wahrnehmen, was auf Fotos zu sehen ist, sondern die Bilder auch mit Informationen verbinden. So könnten Hunde ähnliche Gesichtserkennungsfähigkeiten haben wie Menschen!

Wenn euer Hund also die Nacht woanders verbringt, könntet ihr ihm in Zukunft vielleicht ein Foto von euch mitgeben, damit er euch nicht allzu sehr vermisst. ;-)

Autorin / Autor: Jana Schaefer - Stand: 19. Dezember 2013
 
 
 

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