Don't LOVE me

Autorin: Lena Kiefer

Als Kenzie für ein Praktikum in die schottische Stadt Kilmore kommt, wird sie nicht nur mit dem Tod ihrer Mutter konfrontiert, sondern auch mit dem überaus gutaussehenden Lyall Henderson. Lyall ist über den Sommer in der Stadt, um die Bewohner davon zu überzeugen, dass er nicht mehr der verhasste Kerl von vor Jahren ist. Damit das klappt, wird ihm von seiner Familie jeglicher Kontakt zu Mädchen verboten. Kenzie und Lyall sollten also einen möglichst großen Bogen um einander schlagen. Aber wie, wenn man am gleichen Projekt an einem Strang ziehen möchte?

Lena Kiefer schreibt in einem sehr angenehmen Stil, der einen flüssig durch die Geschichte führt. Dabei haben mir sowohl die Kapitel aus Kenzies, als auch die aus Lyalls Sicht gefallen.
Der Verlauf der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, ich konnte mich in beide Protagonisten gut hineinversetzen und gemeinsam mit ihnen die wenigen Wochen im schönen Schottland erleben. Gerade Lyall hat mich hier fasziniert, wie er mit seiner Familie und den strengen Regeln umgeht, die dort herrschen. Allgemein das System dieser Familie, wie es funktioniert, die Einflüsse und der massive Druck, der dadurch auf Familienmitglieder ausgeübt wird, finde ich hier sehr interessant, einfach weil es den Klischees von Grund auf widerspricht und die Geschichte erst richtig spannend macht.

Diejenigen, die bereits die Orphelia Scale Reihe von der Autorin gelesen haben, sind die fiesen Cliffhanger wohl schon gewohnt, ich dagegen habe überhaupt nicht damit gerechnet. Man wird quasi dazu gezwungen, auch die beiden Folgebände der Trilogie zu lesen.

Von mir bekommt das Buch auf jeden Fall eine Leseempfehlung, einfach weil es in einigen Punkten die Klischees sprengt.

Erschienen bei cbj

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Autorin / Autor: Paula - Stand: 3. November 2020