Die Puppenspieler von Flore

Autorin: Lilli Thal
ab 14 Jahren

Zwanzig Jugendliche leben 16 Jahre ein ganz normales Leben, bis sie alle an einem Tag von dem coronischen Geheimdienst entführt werden. 16 Jahre lebten sie in Parman bei Leuten, die sich als ihre Eltern ausgeben haben und jetzt erfahren sie, dass sie in Wirklichkeit ebenfalls Coroner sind. Sie alle haben eine Mission: Sie sollen Flore, den Erzfeind von Corona, auspionieren. Nachdem sie in Camp Mi ausgebildet wurden, teilte man die 20 Jugendlichen auf ganz Corona auf. Tamaso, der Hauptprotagonist wird mit fünf weiteren nach Heiman gebracht. Er gibt sich im Haus von Marschall Utuk als Mechaniker aus und merkt, dass in diesem Haus nichts so ist wie es scheint. Im zweiten Stock wird Puppentheater gespielt, während im Keller gemordet und gefoltert wird. Ihre Mission wird zum Spiel ihres Lebens.

DAS COVER
Das Cover hat meine Interesse geweckt. Im Hintergrund ist so etwas wie eine Landkarte, kaum bemerkbar. Ein Schatten einer Pupe ist ebenfalls abgebildet, genauso wie eine Krone und die Überschrift ist in einem auffallenden Gelb gestaltet. Es ist schlicht und weckt dennoch mein Interesse.

ERWARTUNG VS. REALITÄT
Ehrlich gesagt, habe ich von dem Buch inhaltlich etwas komplett anderes erwartet. Als ich den Klappentext das erste Mal gelesen habe, dachte ich daran, dass diese 20 Jugendlichen wirklich entführt und gefangen gehalten werden. Und dass diese sozusagen Puppenspieler sind und wenn die ihren Job nicht erfolgreich erledigen, diese in den Keller kommen, wo sie dann gefoltert werden. Diese Vorstellung von einer Story war nicht enthalten. Wie schon im Klappentext erwähnt, sollten sie nach einer Ausbildung in Wüstencamps wichtige Leute ausspionieren.

DER INHALT
Abschließend zu dem letzten Text war der Inhalt dennoch spannend und fesselnd. Man merkt, dass hinter den Worten sehr viel Arbeit steckte. Die Autorin erschaffte neue Orte, mit neuen Regeln.

DER SCHREIBSTIL
Lilli Thal schafft es mit ihrem schlichten Schreibstil zu fesseln. Wobei es manchmal Stellen im Buch gab, wo es inhaltlich, sowohl auch von der Schreibweise her sehr langweilig war und ich nach einigen Seiten eingeschlafen bin. Es gab auch Stellen, wo ich einfach nur weitergelesen habe, weil ich weiterlesen musste, denn es wurden Fragen offen gelassen und man erwartet, dass diese nach einiger Zeit beantwortet werden, doch das war nicht der Fall. Aber das gehört ja eher zum Inhalt.

DIE CHARAKTERE
Das ist ein sehr wichtiger und guter Punkt meiner Meinung nach, denn wenn die Charaktere nicht gut sind, kann die Geschichte nicht zum Leben erweckt werden. Hauptsächlich ging es um 6 der 20 Jungendliche. Während ich so gut wie nichts über die restlichen 14 Charaktere wusste, wusste ich umso mehr über die sechs. Jeder von ihnen hatte einen individuellen Charakter und jeder von ihnen hat sich im Laufe des Buches, anhand der Erfahrungen die sie gemacht haben, verändert.

FAZIT
Guter Schreibstil mit ein paar Lücken, spannender Inhalt, Interesse weckendes Cover und wirklich sehr gute Charaktere haben mich überzeugt. Ich empfehle das Buch weiter an Leute, die gerne und viel lesen und diszipliniert sind, um auch manche etwas langweiligere Stellen gut zu überwinden. An alle die neues mögen und gerne fesselnde Bücher lesen. Allerdings muss ich sagen, dass es nicht so gut ist, dass ich es nocheinmal lesen würde. Einmal reicht aus um sich damit zu vergnügen.

Erschienen bei Gerstenberg

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Autorin / Autor: prinzess - Stand: 26. Oktober 2015