Die Känguru-Apokryphen

Autor: Marc-Uwe Kling

Mit einem kommunistischen Känguru zusammen zu wohnen ist nicht ganz einfach. Immer isst es Schnapspralinen, klaut Aschenbecher und legt eine aggressive Gewaltbereitschaft an den Tag. Das Leben von Marc-Uwe ist kein Zuckerschlecken und wird bereits in der Känguru-Trilogie beschrieben. In den Känguru-Apokryphen geht es um bisher unveröffentlichte Geschichten. Apokryphen sind religiöse Schriften, welche zu unbekannt, zu widersprüchlich oder zu ketzerisch waren, um in der Bibel zu stehen. Daher sind diese Geschichten des Kängurus nun hier zusammengefasst worden. Da eine chronologische Einordnung schwierig war, wurden die Geschichten in eine witzige Reihenfolge gebracht.

Marc-Uwe Kling erzählt wieder lustige und oftmals auch sozialkritische Geschichten aus seinem Zusammenleben mit dem Känguru. In dem Buch tauchen viele der bereits bekannten Charaktere auf, wie Herta, Otto-Von, Friedrich-Wilhelm und Krapotke. Auch werden teilweise Orte aus vorangegangenen Geschichten wieder aufgegriffen. Die Vorgeschichte muss man für das Verständnis nicht kennen. Jedoch ist es von Vorteil die Känguru-Trilogie zu kennen, da die Figuren nicht erneut vorgestellt werden, sondern die Geschichten irgendwo in die Trilogie passen würden. Für einen neuen Leser kann dies dazu führen, dass die gesamte Witzigkeit einer Geschichte nicht erfasst wird. Für erfahrene Leser jedoch ist es toll, weitere Geschichten des Kängurus zu lesen. Die Geschichten sind nicht in einer chronologischen Anordnung und haben untereinander keinen Zusammenhang. Einem Neueinsteiger würde ich daher die Trilogie zuerst empfehlen, während die Apokryphen eine tolle Ergänzung zu den bereits veröffentlichten Geschichten sind. Für jeden, der nicht genug vom Känguru bekommt, zu empfehlen.

Erschienen bei Ullstein

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Autorin / Autor: ilkachen - Stand: 16. Januar 2019