Der Winter der schwarzen Rosen

Autorin: Nina Blazon
ab 14 Jahren

In „Winter der schwarzen Rosen“ von Nina Blazon, geht es um zwei Schwestern, die ganz verschiedene Schicksalsschläge erleiden.

Das Buch spielt in einer Fantasywelt, die magische Komponenten mit welchen aus unserer Realität  vermischt. Tajann, Zweitgeborene, hübsch, intelligent und berufen zu Höherem. Sie sieht sich am Hof, an der Seite der Lady, der grausamen Königin, um das Land zu regieren. Aber sie ist eine Zweitgeborene - die Sitten ihres Landes verbieten ihr, in die weite Welt loszuziehen, bevor der Erstgeborenen dies nicht erlaubt war und sie es nicht getan hat. Eines Tages findet eine Feier am Hof der Königin statt. Diese setzt ihr ein Ultimatum: Wenn sie es innerhalb vier Wochens nicht ihre Schwester aus dem Weg geschafft hat, wird ihr der Weg zum Königshaus für immer verwehrt bleiben.
Dann gibt es noch Liljann. Sie ist Erstgeborene und das komplette Gegenteil ihrer Schwester. Sie musste als Kind einen Strich auf ein Papier malen und in die Richtung, in die dieser Strich zeigt, wird sie in der Zukunft gehen müssen. Nur, dass dieser in die Richtung des wildesten, dunkelsten und gefährlichsten Weg des Landes zeigt. Auf dem Ball der Königin lernt sie Volok kennen, in den sie sich verliebt und mit dem sie bereit ist, diesen Weg einzuschlagen. Aber ist er wirklich der, der er vorgibt zu sein?

Das Buch war mein ersten aus der Feder Nina Blazons und hatte meine Neugierde vor allen wegen seinem wunderschönen Cover geweckt. Es hat tatsächlich ziemliches Suchtpotenzial und gefiel mir in den ersten zwei Dritteln auch sehr gut. Dann allerdings fing es an, Längen aufzuweisen und die Handlung ging in eine Richtung, die mir persönlich nicht so gefiel. Vor allen das Ende war nichts für meinen Geschmack, ich hatte es aber doch erwartet.

Was ich am besten an dem Fantasyroman fand, war, dass es endlich mal wieder ein Buch war, das intelligente, wenn auch nicht besonders sympathische aber dafür realitätsnahe Charaktere aufweisen konnte. Es wird abwechselnd aus der Sicht Tajanns und Liljanns geschildert. Ich liebe die Dialoge, die Gespräche, die die Personen im Buch miteinander führen, sie sind gut durchdacht, intelligent und immer zweideutig. Endlich mal ein Jugendbuch, wo man ein bisschen mitdenken muss. Die Handlung ist leicht märchenhaft und die schwarzen Rosen werden auch noch eine besondere Rolle einnehmen.
Alles in allen bekommt „Der Winter der schwarzen Rosen“ für eine gut durchdachte, aber leider manchmal Längen aufweisende Handlung, clevere Charaktere und tolle Dialoge vier von fünf Sternen.


Erschienen bei cbt Verlag

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    Autorin / Autor: loveathletics - Stand: 13. November 2015