Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

Autorin: Susan Juby
übersetzt von Eva Müller-Hierteis
ab 12 Jahren

Das Buch mit dem Titel "Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen" ist ein sehr anspruchsvolles Buch, da es viele Seiten von der Wahrheit spiegelt, aber auch viel Persönliches. Wie der Titel schon sagt, geht es in diesem Buch um die Wahrheit und so auch darüber, was diese kaputt machen kann aber auch wie sie Gutes bewirken kann. Normandy ist die Hauptperson, aus ihrer Sicht wird das Buch auch erzählt. Sie ist eins der drei Mitglieder der Wahrheitskommission. Diese Kommission bildet sie mit zwei Freunden: Dusk und Neil. Sie alle gehen an eine Kunstschule und sind seitdem Freunde. Bei der Wahrheitskommission ist es so, dass immer einer der Drei, eine Person direkt eine Frage stellen muss, die sich alle schon immer gestellt haben, aber sich nie getraut haben, zu fragen. Meist ist die Wahrheit befreiend und zusammenschweißend, manchmal zerstört sie aber auch alles. Letzteres muss Normandy leider am eigenen Leib erfahren. Denn Normandy stellt sich der Wahrheit über ihre Schwester und stößt dabei leider auf die Wahrheit von der Sorte ich hätte es lieber nicht gewusst.

Ich fand das Buch am Anfang nicht so spannend, aber diese Spannung hat sich später aufgebaut. Es ist sehr verständlich geschrieben, aber manchmal auch sehr komplex. Für Leute, die keine Angst haben, die Wahrheit zu erfahren (auch in ihrem eigenem Leben), ist dies ein gutes Buch, das sie zum Nachdenken anregen wird. Alles im allen ist das Buch wundervoll geschrieben aber auch traurig. Ich hoffe für alle, die das Buch lesen, dass sie auch etwas für sich daraus mitnehmen können.

Erschienen bei cbj

Autorin / Autor: bastelfee - Stand: 8. Juni 2015