Der Schein

Autorin: Ella Blix

Was für ein Buch!

Selten hat mich ein Jugendbuch so mitgerissen, dass ich es innerhalb weniger Tage lesen musste. „Der Schein“ von Ella Blix (Pseudonym zweier bekannter deutscher Autorinnen: Tania Witte und Antje Wagner) hat über 400 Seiten, ist aber so gut und spannungsreich geschrieben, dass man es flüssig und schnell lesen kann.
Auf den ersten Blick klingt dieser Wälzer inhaltlich nach einer Standard-Internatsgeschichte mit mysteriösen Vorkommnissen.

So beginnt die Geschichte auch recht harmlos und tröpfelt ein wenig vor sich hin: Die Protagonistin Alina wird von ihrem Papa übergangsweise in ein Internat auf einer Ostseeinsel geschickt.
Das ist ihr natürlich gar nicht recht, da sie so von ihrem Freund und ihrer besten Freundin getrennt ist.
Aber bald lernt sie die Leute, insbesondere die Clique „Lonelies“, am Internat kennen und lieben. Diese besteht aus einzigartigen Charakteren, die in der eigenen Vorstellungskraft während dem Lesen sehr realistisch werden.
Die besondere Tiefe der einzelnen Charaktere ist auf jeden Fall ein großer Pluspunkt am Buch.

Einige Dinge sind jedoch auch seltsam im Internat: die Zimmernachbarin Alinas, die immer wieder seltsame Kräuter an Mitbewohner/innen ausgibt oder die stetige Warnung vor gefährlichen Urrindern im Naturschutzgebiet rund um das Internat...

Eines Tages lockt Alina die Neugier hinaus ins verbotene Areal, dort stößt sie auf eine dezent verrückt erscheinende Camperin, die außergewöhnliche Utensilien mit sich herumträgt und dann ist da noch das geheimnisvolle schwarze Schiff, das eigentlich nicht existiert...

Was das mit den seit jeher immer wieder verschwundenen Personen zu tun hat, versuchen die Lonelies zu erforschen. Denn auch die Mutter Alinas ist vor vielen Jahren auf mysteriöse Weise verschwunden...

Die mysteriösen Personen und geheimnisvollen Vorkommnisse auf der verschlafenen Insel haben sehr viel mit Alinas persönlicher Geschichte zu tun, das Ende war daher für mich eine große Überraschung.

Definitiv eine Empfehlung! Ich habe bisher noch nicht so viele Mystery-Bücher gelesen, aber dieses Buch hatte so viele ungelöste Fragen und Rätsel in sich, die das Ende irgendwie nicht komplett zufriedenstellend beantworten konnte. Es hat zwar ein rundes Finale, dennoch war es auch abrupt.
Was zwischendurch genervt hat, waren die vielen Flashbacks Alina zu ihrer Vergangenheit. Außerdem spielt das Buch viel mit Vorurteilen und „dem Schein“, wie wir andere Leute in Kategorien einteilen. Dass dann aber wirklich jeder Charakter ganz anders ist als Alina vermutet hatte, ist dann doch etwas too much. Dennoch ein besonderes, spannendes und schönes Jugendbuch mit genialen Einfällen der Autorinnen.


Erschienen bei Arena

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Autorin / Autor: mietzi8 - Stand: 7. März 2018
 
 
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