Das Labyrinth des Fauns

Autor_innen: Cornelia Funke + Guillermo del Toro
Illustriert von: Allen Williams

In den Wirren des zweiten Weltkrieges findet sich die junge Ofelia mit ihrer Mutter und ihrem neuen Stiefvater in einem entlegenen Bergdorf in Spanien wieder. Dort trifft sie auf eine magische Welt sowie einen Faun, welcher ihr drei Aufgaben stellt, die sie bewältigen muss, um in diese Welt zurückzukehren. Doch der Weg bis dahin ist von Gefahren, Bosheit und Schicksalsschlägen geprägt und das Böse ist allgegenwärtig. Kann Ofelia es schaffen?

Bereits vor einigen Jahren habe ich den Film zu dieser Geschichte gesehen und war dementsprechend neugierig, wie meine Lieblingsautorin Cornelia Funke diese in Buchform umsetzt. Immerhin ist der Film keine leichte Kost und von viel Gewalt, Bosheit und Niedertracht geprägt, wobei auch die lichten Momente immer wieder durchscheinen.
Cornelia Funke hat dies in meinen Augen sehr gut umgesetzt, denn beide Facetten kommen ausgesprochen gut zum Tragen, sodass es zu keiner Zeit an der nötigen Authentizität mangelt. Dabei spielt nicht nur die eigentliche Geschichte eine elementare Rolle, auch kleine Zwischenspiele sowie Zeichnungen kommen zum Einsatz und sorgen für ein großes Gesamtkunstwerk, das so wohl nur von Cornelia Funke geschaffen werden kann.

Die Spannung zeigt sich dabei auf jeder Seite. Auch wenn man den Film schon kennt, ist dieses Buch ein echtes Abenteuer, bei dem man mitfiebert, mitleidet und mitbangt. Durch die teilweise grausamen Szenen ist der Roman nicht unbedingt für jüngere Leser oder zartbesaitete Gemüter gedacht, wer aber der sprachlichen Schönheit folgen möchte, der kann sich von den Worten leiten lassen und ein phantastisches Märchen erleben.

Atmosphärisch zeigt sich die Geschichte ebenfalls von ihrer besten Seite, denn an Lebendigkeit mangelt es diesem Buch gewiss nicht. Cornelia Funke hat hier wieder einmal gezeigt, dass sie weiß, wie man mit Worten umgehen muss, um eine Welt lebendig werden zu lassen, damit die Leser so richtig darin eintauchen können.

Der Schluss ist einerseits traurig, andererseits voller Hoffnung. Ein tolles Ende für ein mitreißendes Buch, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Erschienen bei Fischer

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Autorin / Autor: Marie-Claire - Stand: 26. August 2019
 
 
 

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