Das Apfelkuchenwunder oder Die Logik des Verschwindens

Autorin: Sarah Moore Fitzgerald
übersetzt von Adelheid Zöfel
ab 12 Jahren

"Es ist kein normaler Apfelkuchen, wenn man das erste Stück gegessen hat, weiß man, das alles wieder gut wird."
Was aber ist, wenn es diesen wundersamen Apfelkuchen nicht in einem Märchen gibt, sondern in einer kleinen irischen Küstenstadt und dieser wundersame Apfelkuchen wird von einem Jungen gebacken, immer im gerade richtigen Moment, wenn er mit seiner besonderen Begabung gebraucht wird.
Was ist, wenn ein solcher Junge in eine Situation gerät, in der er selbst Hilfe benötigt und seine beste Freundin Meg zu diesem denkbar ungünstigen Zeitpunkt am anderen Ende der Welt weilt? Da Oscars und Megs kleine Welt von einer bösen Fee (im übertragenen Sinne - wir sind hier nicht im Märchenland, die böse Fee ist ein ganz gemeiner und ordinärer Stinkstiefel, der auf den Jungen mit seinem besonderen Talent eifersüchtig ist, und deshalb die Situation, als seine Freundin Meg nicht eingreifen kann, dazu nutzt ihn zugrunde zurichten.) auf den Kopf gestellt wird - verschwindet er einfach... Und niemand außer Oscars kleinem Bruder Steve hegt auch nur einen Funken Hoffnung, dass Oscar noch am Leben sein könnte.
Lange bekommt Meg nichts davon mit, was sich in ihrer Abwesenheit in ihrem irischen Heimatstädtchen abgespielt hat. Mit ihrer unguten Meinung der bösen Fee Paloma gegenüber scheint sie alleine dazustehen, aller anderen sind von dem hübschen und zuvorkommenden Mädchen begeistert und geblendet. Mit Hilfe eines älteren Witwers, dem Oscar in der Vergangenheit zu seiner Lebensfreude zurückgeholfen hat, schafft Meg, Oscar wieder ins rechte Licht zu rücken und holt ihn damit ins Leben zurück.
In Anlehnung an den Apfelkuchen erzählt Sarah Moore Fitzgerald das Buch in Stücken, das erste Kapitel heißt "Das erste Stück" und das zieht sich durch bis "Das letzte Stück".

Sarah Moore Fitzgerald erzählt eine Freundschaftsgeschichte mit magischem Einschlag, die auf sehr berührende Weise näher bringt, wie wichtig es ist über alles reden zu können und dass man immer auf sein Bauchgefühl und sein Herz hören sollte statt auf die Worte Dritter. Man empfindet starke Empathie mit Meg und Oscar und schließt über der letzten Seite das Buch mit dem angenehmen Gefühl,zwei wertvolle Personen kennengelernt zu haben.

Erschienen bei KJB

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    Autorin / Autor: anette1809 - Stand: 7. September 2015