Cache

Autorin: Marlene Röder

Buchcover

Perfekte Familie, perfekte Noten, perfektes Hobby und seine Freundin Leyla, die er über alles liebt: Alles scheint perfekt für Max. Doch dann drängt sich der geheimnisvolle Red in ihr Leben. Red, der sich ständig Geo-Caches kreuz und quer durch Berlin ausdenkt. Red, der so anders ist als Max. Und Red, der plötzlich verschwunden ist und davor noch ein ganz besonderes Cache für Leyla und Max hinterlassen hat…

Das Buch besteht aus Kapiteln in der Gegenwart, die aus der Ich-Perspektive von Max und aus der Sie-Perspektive von Leyla erzählt werden, sowie aus Kapiteln aus der Vergangenheit, die sich im Laufe der Geschichte an die aktuellen Geschehnisse annähern. Eingegliedert in die Reise von Leyla und Max quer durch Berlin, ständig auf der Suche nach weiteren Hinweisen und dabei natürlich nach Red, beantworten die letzteren Kapitel wichtige Fragen darüber, was geschah als Max im Urlaub war und helfen, die Bedeutung hinter den Caches zu verstehen. Das Konzept hinter dem Geo-Caching, das es tatsächlich auch in Deutschland gibt, war mir bisher nicht bekannt, hat mir allerdings sehr gut gefallen. Bei dem Versuch bestimmte Rätsel zu lösen, kann man als Leser die Hauptcharaktere Max, Leyla und Red immer besser kennenlernen und sich eine Meinung über sie bilden. Dabei stellt sich heraus, dass die drei ganz normale Jugendliche sind, die Probleme haben, die jeder in diesem Alter hat – mal mehr, mal weniger und letztlich unterschiedlich auf diese reagieren. Es war interessant, eben jene Reaktionen auf Geschehnisse, die man vielleicht bereits erahnen konnte, mitzuverfolgen und schließlich von einer dramatischen Handlung überrascht zu werden.

Das Buch bildet eine kurze Episode aus dem Leben dreier Personen, deren Lebenswege sich im Jugendalter treffen und einschneidend auf sie wirken und ist weiterzuempfehlen an alle, die sich für die Psyche von Jugendlichen interessieren.


Erschienen bei Fischer

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    Autorin / Autor: Esma2311 - Stand: 22. Mai 2017