Buchhändlerin

Sarina erzählt, was sie in ihrer Ausbildung als Buchhändlerin schon alles gelernt hat, welche Voraussetzungen man mitbringen sollte und was ihr am besten gefällt.

Wie bist du auf die Idee gekommen, eine Ausbildung zur Buchhändlerin zu machen?
Schon als ich klein war, mochte ich Bücher sehr gerne. Daran hat sich auch über die Jahre nichts geändert. Ich würde eher sagen, dass meine Leidenschaft für das Lesen immer größer geworden ist. Als es schließlich an die Berufswahl ging, habe ich mir überlegt, dass ich gerne eine Arbeit hätte, die abwechslungsreich ist und die mir Spaß macht. Außerdem fände ich es schön, wenn ich jeden Tag mit Menschen zu tun hätte. Zu dieser Beschreibung ist mir u.a. der Buchhändler in den Sinn gekommen. Dass das genau der richtige Beruf für mich ist, hat mir schließlich das Praktikum in meiner Lieblingsbuchhandlung gezeigt.

War es schwierig eine Lehrstelle zu finden? Wie viele Bewerbungen musstest du schreiben? Wie und wo hat es dann geklappt?
Nein, es war überhaupt nicht schwierig. Als ich die Zusage von meinem Ausbildungsbetrieb bekommen habe, hatte ich gerade einmal vier Bewerbungen losgeschickt. Für das Vorstellungsgespräch bei meinem jetzigen Arbeitgeber, wurde ich mit mehreren Bewerbern in den Firmensitz nach Tübingen eingeladen. Nach einer kurzen Einführung wurden wir in zwei kleine Gruppen aufgeteilt, wo wir uns nacheinander vorstellen sowie kurz über ein Buch unserer Wahl sprechen sollten. Danach gab es noch einen kleinen Test, um unser Allgemeinwissen abzufragen und dann hieß es abwarten. Bei mir hat es tatsächlich geklappt und so bin ich nun seit dem 01.08.2015 Azubi bei der Osianderschen Buchhandlung. 

Du bist im 1. Lehrjahr. Was hast du alles schon gelernt? Ist die Ausbildung so, wie du sie dir vorgestellt hast?
In den ersten Wochen und Monaten habe ich vor allem die grundlegenden Dinge, wie das Kassieren, den Umgang mit den Kunden und dem Warenwirtschaftssystem gelernt. Darüber hinaus wurde mir gezeigt wie man etwas für unsere Kunden recherchiert, wie man Bestellungen aufgibt, wie der Wareneingang organisiert wird, was man beim Dekorieren von Tischen und Schaufenstern beachten muss und noch vieles mehr. Die Ausbildung ist alles in allem so wie ich sie mir vorgestellt habe. Immerhin habe ich in meinem Praktikum schon einen Einblick in den Tagesablauf und die Tätigkeiten einer Buchhändlerin erhalten, sodass ich wusste, was auf mich zukommen wird.

Für wen, denkst du, ist der Beruf geeignet? Welche Voraussetzungen, Fähigkeiten und Vorlieben sollte man mitbringen?
Die wichtigste Voraussetzung ist in meinen Augen, dass man Freude am Umgang mit Kunden hat und nicht davor scheut in Kontakt mit ihnen zu treten. Ebenfalls wichtig ist, dass man sich gut in andere hineinversetzen kann. Da jeder Kunde anders ist, muss man auch auf jeden Kundenwunsch individuell eingehen. Darüber hinaus sollte man eine gewisse Belastbarkeit mitbringen. Wer nicht gerne viel herumläuft oder steht, wird es schwer haben. Außerdem sollte man in stressigen Situationen wie z.B. im Weihnachtsgeschäft einen kühlen Kopf bewahren können.

Die Leidenschaft fürs Lesen ist natürlich wichtig, um eine kompetente Beratung zu sichern. Da das aber nicht während der Arbeitszeit stattfindet, muss das Engagement über den Arbeitsalltag hinaus gehen.

Was gefällt dir an den Inhalten der Ausbildung nicht so sehr? Was hat dir bisher am besten gefallen?
Manche Themen sind so umfangreich, dass man während der Öffnungszeiten leider nicht so viel Zeit hat, um alles ausführlich erklärt zu bekommen. Bisher hat mir am besten die Arbeit in der Kinder- und Jugendbuch Abteilung gefallen. Da ich selbst viele Jugendbücher lese, weiß ich genau, welche Bücher/Buchreihen und Autoren ich empfehlen kann. So konnte ich die Kunden gut beraten und gleichzeitig Selbstvertrauen aufbauen.

Muss man als Buchhändlerin auch viel lesen?
Es ist natürlich wichtig, dass man viel liest – vor allem Neuerscheinungen. Wie soll man sonst wissen, was gerade angesagt ist oder wie ein bestimmter Autor schreibt? Wenn man ein Buch selbst liest, kann man zudem viel besser einschätzen, für wen es geeignet ist. Ich lese sehr viel, tausche mich aber auch regelmäßig mit meinen Kolleginnen aus, da es schlichtweg unmöglich ist alles zu lesen.

Wo kann man denn als Buchhändlerin noch arbeiten außer im Buchladen? Gibt es „Aufstiegschancen“?
Außer in einer Buchhandlung kann man als Buchhändler auch in einem Verlag, einem Antiquariat oder im Zwischenbuchhandel arbeiten. Es ist möglich sich zum Buchhandelsfachwirt oder zum Ausbilder weiterzubilden. Besitzt man das Abitur, kann man natürlich auch ein Studium, z.B. Buchwissenschaft, beginnen.

Wo möchtest du später am liebsten arbeiten?
Später würde ich gerne in einem Verlag arbeiten, da ich am Entstehungsprozess eines Buches beteiligt sein möchte. Lektorin würde mich sehr reizen, wobei ich auch die Tätigkeiten eines Verlegers oder Literaturagentens interessant finde.

Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 2. Mai 2016
 
 
 

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