Bin mal kurz tot

Autor: Lance Rubin
Übersetzt von: Frauke Meier

Eine Welt, in der bei der Geburt jedes Menschen, durch neue Technologien, bereits sein Todesdatum festgestellt werden kann, ist für Denton Little ganz normaler Alltag. Seit jeher weiß er, dass sein Todestag am Tag des Schulabschlussballs sein wird. Früh hat sich Denton entschieden ein normales Leben führen zu wollen, zur Schule zu gehen und mit seinem besten Freund abzuhängen, obwohl sein Tod so nahe ist.
Doch kurz vor dem Tag seines Ablebens gerät Dentons Leben außer Kontrolle. Nicht nur, dass er sich ständig fragt, ob er die falsche Entscheidung traf, als er sich für ein normales Leben entschied, auch beginnt der Tag mit einem für Denton skurrilen Ereignis:
Er wacht verkatert im Bett eines Mädchens auf und er kann mit Sicherheit sagen, dass es nicht das Bett seiner Freundin ist. Mit den Aussichten heute auf seiner eigenen Beerdigungszeremonie eine Abschiedsrede halten zu müssen, steigt er aus dem Bett und wird bald auf einen merkwürdigen Fleck auf seinem Bein aufmerksam, der der unschöne Grund für seinen Tod werden könnte.
Denton traut sich nicht seiner Freundin die Wahrheit über seinen Seitensprung zu erzählen und ihre Aufmerksamkeit scheint sowieso nur auf den Abschlussball und den Ex gerichtet zu sein. Um den Tag noch frustrierender zu machen, erscheint ein Fremder auf der Beerdigungszeremonie und sorgt dafür das Denton sein Leben und seine Familie in Frage stellt und es bleiben ihm nur noch wenige Stunden um Antworten auf die quälenden Fragen und Verwirrungen zu finden.

Dies ist der erste Roman des Autors Lance Rubin. Der eigentliche Schauspieler und Comedian beschreibt in seinem gesamten Buch lediglich zwei Tage, die entscheidende Zeit um Dentons Todestag.
Das merkwürdige Szenario, in dem alle ihren Todestag kennen, verkauft er glaubwürdig und fast realistisch. Die Idee, dass Forscher eine Gentechnologie entwickeln, mit der sich das Todesdatum bestimmen lässt, scheint am Ende des Buches kaum mehr abwegig und auch sonst ist der Roman sehr realistisch.
Die Charaktere sind lustig und gut dargestellt und handeln genau, wie 17-jährige Teenager eben so sind.

Ich fand das Buch sehr gelungen und kann als einzigen Kritikpunkt nur aufführen: Wenn ein Komiker sich am Bücherschreiben versucht, kommt durchaus ein humorvoller Roman dabei heraus, der allerdings auch schnell überzogen wirken kann. Manchmal wirken die Witze zwanghaft und so scheitert die Lustigkeit das ein oder andere Mal. Alles in Allem ist dieses Buch gut bestückt mit witziger Story, die zum Ende hin sogar spannend wird.

Dieses Buch ist leichte Kost und nette Lektüre für zwischendurch.

Erschienen bei ivi

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Autorin / Autor: heaven - Stand: 13. Juli 2015