Ava und der Junge in Schwarz-Weiß

Autorinnen: Stefanie Gerstenberger, Marta Martin

In dem Buch „Ava und der Junge in Schwarz-Weiß“, von Stefanie Gerstenberger und Marta Martin, geht es um die 16- jährige Ava, die ihre Sommerferien, in dem kleinen Dorf bei ihrer Oma verbringen soll, um im Kino auszuhelfen. Damit scheint ihr Schicksal als Ungeküsste besiegelt, bis eines Tages Frans und Horst auftauchen und ihr Leben auf den Kopf stellen. Bei dem ganzen Gefühlschaos, muss Ava das Kino, den „Titanen Palast“, vor der Schließung bewahren.

Der Anfang der Geschichte verlief schleppend, doch durch die frühe Erscheinung von Horst, kam sie schnell in Fahrt. Ich konnte aufgrund der Mischung von Humor, etwas Fantasy, Drama und der süßen Liebesgeschichte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es lag aber auch an dem flüssigen und schnell zu lesenden Schreibstil. Dabei stehen die 50iger Jahre im Vordergrund, was meiner Meinung nach dem Ganzen einen charmanten, romantischen Touch verleiht. Die Protagonistin Ava ist ein toughes und sympathisches Mädchen mit Pfeffer im Hintern. Ihre Oma spricht stets mit friesländischen Akzent, welcher mir sehr gut gefällt. Doch der bereicherndste Charakter ist Horst. Wegen seiner Art, die manchmal liebevoll und dann wieder befremdlich wirkt, hat er mich oft zum Schmunzeln gebracht. An dieser Stelle muss ich leider Kritik aussprechen. Gegen Ende wurde mir Horst unsympathisch und ich hatte nicht mehr so stark das Verlangen, zu wissen wie es ausgeht.

Das verwinkelte Kino und die Menschen in dem Dorf erschaffen eine tolle Atmosphäre beim Lesen und man ist sehr nah am Geschehen. Liebesgeschichten bin ich eigentlich skeptisch gegenüber, weil die meisten, die ich gelesen habe, doch ziemlich vorhersehbar und kitschig waren. Bei Ava ist das überhaupt nicht der Fall. Ehrlicherweise muss ich sagen,dass ich überrascht wurde von ihrer Entscheidung, aber nicht enttäuscht. Der zweite und letzte negative Punkt ist die Auflösung der Geschichte. Richtung Ende wird einem sehr deutlich, welchen Weg die Autorinnen einschlagen werden, der dann auch gegangen wird.

Fazit:
„Ava und der Junge in Schwarz-Weiß“ ist eine herzerwärmende, humorvolle Geschichte, die ich jedem zu lesen empfehle. Die liebevollen Details haben mich in das Buch gezogen und begeistert nach Beendung der Geschichte wieder freigelassen.


Erschienen bei Arena

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Autorin / Autor: Neele - Stand: 30. November 2018