Ausgeräuchert?

Drogenbeauftragte will stärker gegen synthetische Drogen vorgehen

Sie kommen als Badesalze oder Räuchermischungen daher, haben wohlklingende Namen wie "Space" oder "Black Silent" und sind im Handel erhältlich. Darum glauben viele, dass die Substanzen nicht nur legal, sondern auch vollkommen ungefährlich seien. Synthetische Drogen schwemmen in immer neuen Variationen auf den Markt und kaum ist die eine verboten, steht die nächste schon in den Startlöchern.
Tatsächlich hinkt hier das Gesetz hinterher, denn verboten sind nach dem Betäubungsmittelgesetz nur ganz bestimmte, fest definierte chemische Zusammensetzungen. Da genügt schon eine kleinste Veränderung und schon fällt ein solches Produkt nicht mehr unter das Gesetz, auch wenn es weitaus gefährlicher ist und verheerende gesundheitliche Risiken bergen kann.

Harmlos bis der Arzt kommen muss
So hatte die Modedroge Lava Red für Schlagzeilen gesorgt, nachdem zwei Jugendliche nach dem Konsum mit Kreislaufbeschwerden, Panikattacken und Herzrhythmusstörungen ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Die Räucherdroge Spice wurde aus ähnlichen Gründen bereits vor zwei Jahren verboten, doch leich veränderte Nachfolgeprodukte haben ihren Platz längst eingenommen.

Gesetze anpassen?
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans will sich dem Problem nun annehmen und lässt darum in einem Rechtsgutachten prüfen, wie das Gesetz auf den sich wandelnden Drogenmarkt flexibel und zeitnah reagieren kann. In dem Gutachten wird vorgeschlagen, ganze Stoffgruppen zu verbieten, statt nur einzelne chemische Verbindungen. „Ich werde mich dafür einsetzen,“ so die Drogenbeauftragte, „dass wir auf Grundlage dieses Gutachtens das Betäubungsmittelrecht an die Herausforderungen des sich schnell verändernden Marktes
synthetischer Drogen anpassen.“

2 Mio. Erwachsene haben schon mal Speed konsumiert
Synthetische Drogen sind nach Cannabis die am häufigsten konsumierten illegalen Substanzen in Deutschland.
Etwa 2 Mio. Erwachsene im Alter von 18 bis 64 Jahren haben bereits irgendwann einmal in ihrem Leben Amphetamine (Speed) konsumiert. Etwa 150.000 Erwachsene dieser Altersgruppe nehmen regelmäßig Amphetamine. Etwa 400.000 Erwachsene haben schon einmal neue synthetische Substanzen, d.h. Spice-ähnliche Produkte, wie Räuchermischungen oder auch Badesalze probiert.   

Typischer Konsument ist männlich, gebildet und 24 Jahre alt
Die Kenntnisse über die Konsumenten sind bislang noch gering, heißt es in der Presseerklärung der Drogenbeauftragten. Erste Befragungen haben ergeben, dass der typische Nutzer solcher Substanzen männlich und im Schnitt 24 Jahre alt ist. Das deute darauf hin, dass durch die neuen Substanzen in der Regel keine neue Konsumentengruppe für psychoaktive Substanzen angesprochen werde. Auffällig sei auch, dass die Konsumenten über eine deutlich überdurchschnittliche Schulbildung verfügen.

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung; - Stand: 12. Oktober 2011
 
 
 

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