Aquila

Autorin: Ursula Poznanski
ab 14 Jahren

Buchcover

Nika macht ein Auslandsjahr in Siena. Eines Morgens wacht Nika auf und ihr fehlen nicht nur ihr Handy, ihr Pass und ihr Schlüssel, sondern auch die Erinnerung an zwei Tage. Außerdem ist ihre Mitbewohnerin Jenny verschwunden, mit der sie den letzten Abend ihrer Erinnerung verbracht hatte.
Auf einem Zettel hat Nika offensichtlich an sich selbst eine mysteriöse verschlüsselte Botschaft hinterlassen. Nika setzt alles daran, das Rätsel zu lösen und gerät dabei nicht nur selbst in Gefahr, sondern auch unter Verdacht. Mit dabei: ein geheimnisvoller Skorpion-Mann, ein gutaussehender Italiener, ein Kommissar, Jennys Ex-Freund sowie eine Menge italienisch-kunstgeschichtliches Ambiente und mysteriöse Rätselchen.

Keine Frage, dieses Buch ist ein Pageturner. Irgendwie schafft es Poznanski immer, Spannung und Atmosphäre zu erzeugen und einen mitfiebern zu lassen. Dieses Buch liest sich an einem Tag und es macht Spaß, darin abzutauchen. Viel mehr ist es dann aber auch nicht. Die Sprache ist schlicht, die Story extrem unwahrscheinlich, das Verhalten der Hauptfigur mehr als unglaubwürdig und es gibt keine Tiefe. Es bleibt am Ende nichts hängen, außer vielleicht dem Wunsch, auch mal nach Siena zu fahren (das ist ja schon mal was).

Fazit:
Ein spannender Jugend-Thriller mit viel Atmosphäre à la Dan-Brown-Illuminati, aber ohne Tiefgang. Ein bisschen enttäuschend, weil Poznanski mit ihrem ersten riesigen Erfolgsroman Erebos so vielversprechend angefangen hat und mit der Verratenen-Trilogie gezeigt hat, dass sie auch andere Genres super bedienen kann. Hier schreibt sie eher so austauschbar wie all die anderen "alle-drei-Monate-ein-neuer-Thriller-Autoren". Das wunderschöne Cover verspricht insofern mehr als der Roman halten kann. Trotzdem für Italien-, Thriller- und Poznanski-Fans ein empfehlenswerter Ein-Tages-Lese-Ausflug.

Erschienen bei Loewe

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    Autorin / Autor: merceda