Aquamarin

Autor: Andreas Eschbach
ab 14 Jahren

In ferner Zukunft und einer Hafenstadt in Australien lebt Saha, die Hauptperson von Eschbachs neuem Jugendbuch. Saha ist eine Außenseiterin und versucht den Attacken ihrer Mitschüler zu entgehen, indem sie sich möglichst unauffällig verhält. Da sie aber nicht-verheilende Narben aus Kindheitstagen hat, die ihr Wassersport verbieten, geht ihre Taktik nicht wirklich auf. Denn in „Seahaven“ ist jeder im Wasser. Im Laufe der Geschichte versucht Saha ihren Platz in dieser neuen Welt zu finden.

Der Grund für mich „Aquamarin“ lesen zu wollen war ganz klar der Autor, bzw. die Qualität, die dieser Name generell verspricht, und das Thema, dass sich mit der „Zukunft der Menschheit“ beschäftigt. Der Roman bietet auch die erwartete gute Unterhaltung mit einem flüssigen, einnehmenden Schreibstil und Charakteren, in die man sich einfühlen kann. Man kann in „Aquamarin“ abtauchen, die Geschichte ist vielleicht nicht mitreißend, wohl aber einnehmend. Als leichte Lektüre für Zwischendurch also ganz gut geeignet.

Vermisst habe ich hauptsächlich die für Eschbach typische Verknüpfung von unaufdringlicher, aber atemraubender Spannung und tiefgründigen, ausgefeilten Charakteren. Ab und an versucht er moralische Fragen aufzuwerfen und Denkanstöße zu geben. In früheren Büchern von ihm hat das gut geklappt und die Geschichten bereichert, hier langweilt es teilweise oder wirkt erzwungen. Auch die Handlung ist sehr vorhersehbar, für meinen Geschmack zu nahe am Mainstream. „Aquamarin“ kommt wenig originell daher, leider schon vom Cover an.

Allerdings bleiben meine Kritikpunkte Meckern auf hohem (a.k.a. „Eschbach-„) Niveau. Für ein paar gemütliche Lesestunden, womöglich im lauten Freibad, eignet sich das Buch ganz gut. Und ein paar fundierte Tipps für Außenseiter von Sahas Vertrauenslehrerin gibt es obendrein.

Erschienen bei Arena

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Autorin / Autor: fiona - Stand: 17. Juli 2015