Als wir unendlich wurden

Autorin: Carrie Firestone
übersetzt von Ulrike Köbele
ab 14 Jahren

Für den Sommer zwischen High School und College hatte die siebzehnjährige Maddie eigentlich ganz andere Pläne gehabt, doch diese ändern sich sofort als sie erfährt, dass ihre geliebte Großmutter schwer krank ist - und bald sterben wird.

Ihre Oma Astrid ist allerdings nicht wie andere Großmütter und statt im Krankenhaus auf ihr Ableben zu warten, hat sie mal eben für die ganze Familie eine Weltreise auf einem Kreuzfahrtschiff gebucht, die diesen letzten gemeinsamen Sommer unvergesslich machen soll. Aber wird es Maddie dadurch leichter fallen, ihr für immer Lebewohl zu sagen?

Meine Meinung
Angelockt vom ungewöhnlichen Cover, brachte der Klappentext von "Als wir unendlich wurden" mich dazu, das Buch lesen zu wollen und das habe ich definitiv nicht bereut. Von Carrie Firestone hatte ich noch nie etwas gehört - kein Wunder, schließlich handelt es sich hierbei um ihr Debüt, das in den USA noch nicht einmal erschienen ist - doch nun warte ich schon gespannt auf ihr nächstes Werk.

Wahrscheinlich ist es die Thematik, die mir das Buch so nahe brachte und mich emotional so sehr mit der Protagonistin Maddie mitfiebern ließ, denn auch ich habe eine Großmutter, die zwar nicht krank, aber schon sehr alt ist, und von der ich mich früher oder später für immer werde verabschieden müssen - und ich habe keine Ahnung, wie ich das anstellen soll, weshalb ich mich sehr vor diesem Moment fürchte.

Umso schöner fand ich es Maddie und den Rest ihrer chaotischen Familie dabei zu begleiten, wie sie diesen Sommer nutzen um eine schöne Zeit mit Astrid zu verbringen, die sie positiv in Erinnerung behalten werden. Dadurch gibt es neben den traurigen Momenten, die für feuchte Augen sorgen, auch viele lustige Szenen, die einem ein Lächeln aufs Gesicht zaubern und einen die schönen Seiten des Lebens nicht vergessen lassen.

Obwohl es ein Jugendbuch ist, regt es sehr zum Nachdenken an, sowohl über das Leben als auch über den Tod, der jedem unweigerlich bevorsteht, und ist damit auch für ältere Leser sehr gut geeignet. Dabei steht vor allem das „wie“ das Sterbens im Vordergrund, nämlich in Würde und so, wie man selbst es eben für richtig hält.

Die Liebesgeschichte, die sich im späteren Verlauf zwischen Maddie und einem Jungen entwickelt, hätte es für mich nicht unbedingt gebraucht. Ich habe sie zwar nicht direkt als störend empfunden, das Buch hätte jedoch auch ohne sie bestens funktioniert. Die Beziehung zwischen Maddie und ihrer sympathischen Großmutter war wesentlich tiefgründiger und berührender.

Erschienen im Arena Verlag

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    Autorin / Autor: Stephie - Stand: 29. März 2016