Friseurin

Den ganzen Tag stehen und Leuten in die fettigen Haare greifen??? Ja, genau, auch das - aber eben nicht nur!

Der Beruf der Friseurin ist anstrengend und - zumindest am Anfang - nicht gerade bestens bezahlt. Aber er kann natürlich auch sehr viel Spass machen, wenn man der richtige "Typ" dafür ist. Gerade für Anfängerinnen gilt allerdings der altbekannte Spruch "Lehrjahre sind keine Damenjahre"...

Kannst du dich kurz vorstellen?
Ich heiße Heike, bin 31 Jahre, wohne in Köln und mein Beruf ist Friseurmeisterin.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von dir aus?
Ich beginne morgens um 10 Uhr mit der Arbeit im Friseursalon. Ich bin angestellt und habe noch 3 Arbeitskollegen. Je nach Kundenwunsch habe ich pro "Sitzung" 30 Minuten bis 1,5 Stunden Zeit für einen Haarschnitt... Die meisten Kunden und Kundinnen bekommen nicht nur einen Haarschnitt - die Zeiten sind vorbei -

sondern auch Farbe ins Haar. Ich arbeite sehr viel mit verschiedenen Strähnentechniken. Viele KundInnen bekommen auch Extensions. Das sind Kunsthaare, die an das Eigene angeschweißt werden. Das ist grad "cool" g. Eine sehr wichtige Aufgabe von FriseurInnen ist es, die Kundschaft ausführlich zu beraten, damit man den jeweiligen Typ am besten betonen und unterstreichen kann. Außerdem ist man natürlich nicht nur Friseurin, sondern auch Therapeutin - viele Kunden wollen über ihre Probleme reden. Das ist manchmal ganz schön anstrengend - vor allem, wenn man selber nicht gut drauf ist. Manche Kunden wollen aber auch einfach nur in Ruhe gelassen werden und entspannen.

Was magst du an deinem Beruf, was gar nicht?

Dauerwellen mache ich nicht so gern :-))). Glattes Haar gefällt mir viel besser. Außerdem mag ich Farbe im Haar in allen Variationen. Ich habe auch so ziemlich alle schon selber ausprobiert und mag momentan am liebsten intensive Rottöne, schwarze Haare mit bunten Strähnen.. und sowieso schneide ich am liebsten extreme Haarschnitte....
Was früher, als ich mit dem Beruf anfing, ätzend war - im wahrsten Sinne des Wortes - waren die allergieauslösenden Mittelchen. Viele Lehrlinge mußten ihre Lehre im ersten halben Jahr abbrechen, weil sie die Chemikalien nicht vertragen haben. Heute ist das anders - die Schuztmaßnahmen sind viel besser geworden...

Wie bist du zu diesem Beruf gekommen bzw.: was hast du vorher gemacht?

Ich habe früher in den Sommerferien mal ein freiwilliges Praktikum  bei einem Friseur gemacht, um mir ein Bild von dem Beruf zu machen. Die Arbeit und der Salon gefielen mir so gut, dass ich dann wenig später meine Ausbildung da angefangen habe.

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Autorin / Autor: Heike Hodde - Stand: 1. August 2002