Auf dem Boden der Gesetze - Teil 2

Nadja macht eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten

Akten pflegen

Ein guter Schulabschluss an einer Realschule oder einem Gymnasium erhöhen die Chancen, einen Ausbildungsplatz als Rechtsanwaltsfachangestellte zu ergattern. Im ersten Ausbildungsjahr lernte Nadja das Arbeitsrecht kennen, im zweiten ging es um Verkehrsrecht.

Stillstand? Niemals!

Ihren Weg nach Hause unterbricht Nadja zweimal in der Woche, dann geht es zum Fußballtraining beim RS 19 Waldbröl. Dort kann sie die Paragraphen mal links liegen lassen und beherzt gegen einen Ball treten. Stillstand scheint es im Leben von Nadja nicht zu geben. Denn auch beim Fußball liebt sie es sich richtig abzukämpfen.

Mittlerweile kann sie die einzelnen Fälle im Büro auch nachvollziehen. Mandanten zu beraten ist jedoch nur den Anwälten vorbehalten, während sich Nadjas Wirkungskreis mehr auf die Akten bezieht. „Genauer gesagt heißt das die ‚Akten pflegen’.

Wenn ein neuer Mandant zu uns kommt, lege ich eine Akte an mit einem Stammblatt vorne und hefte Terminladungen, Nachweise oder andere Dinge in dieser Akte ab.“

Zwangsvollstreckt

Anders als in den ersten zwei Lehrjahren darf Nadja nun auch Zwangsvollstreckungen einleiten, was gefährlicher klingt, als es ist. Von ihrem Computer geht der entsprechende Brief raus, wenn eine Mandantin oder ein Mandant nach etlichen Aufforderungen seine Rechnung immer noch nicht bezahlt hat. Die Frage, ob Nadja nach ihrer Ausbildung übernommen wird, ist noch immer etwas unklar. Zunächst muss sie jedoch die letzten Klausuren gut bestehen, für die Nadja schon seit geraumer Zeit regelmäßig büffelt.

Autorin / Autor: Wiebke Nieland von cafeterra - Stand: 21. Februar 2006