Gladiatorin (1) - Freiheit oder Tod

Autorin: Lesley Livingston
Aus dem Amerikanischen von Silvia Schröer

Inhalt
Fallon wünscht sich nichts anderes, als an ihrem 17. Geburtstag in das Kriegsheer ihres Vaters aufgenommen zu werden. Denn sie möchte so sein, wie einst ihre legendäre Schwester Socha und diese rächen. Denn nachdem Socha ihren Vater gerettet hat, starb sie im Krieg.
Fallons Vater, ein Keltenkönig, hat allerdings andere Pläne mit ihr. Er will sie an einen Mann verheiraten, den sie nie geliebt hat und den sie nie lieben wird. In ihrer blinden Wut läuft sie von zu Hause weg.

Diese Flucht geht allerdings gründlich schief und Fallon wird von Sklavenhändlern gefangen genommen und nach Rom geschafft um dort an eine Eliteschule für Gladiatorinnen verkauft zu werden. 
Auf ihrer Reise in Gefangenschaft von Durovernum nach Rom lernt sie den jungen römischen Soldaten Caius kennen. Dieser weicht ihr auch in der Gladiatorenschule nicht von der Seite. Und je länger Fallon ihre freie Zeit mit ihm verbringt umso mehr verliebt sie sich in ihn. Auch Caius ergeht es nicht anders.

Meinung
Der Roman wird aus der Sicht der Protagonistin Fallon geschrieben. Sie hat in ihren jungen Jahren schon einiges erlebt. Sie war schon immer willensstark, mutig und talentiert. In ihrer Gefangenschaft hebt sich das noch mehr hervor. Sie will frei sein und dafür tut sie alles.

Auch die Nebencharaktere sind hier schön dargestellt. Caius, der sie beschützt. Elka, einst Feindin nun beste Freundin und Nyx die Fallon lieber tot als lebendig sehen möchte.
Das Cover passt hervorragend zum Buch. Fallon im Vordergrund und im Hintergrund die Arena. Die Autorin hat den Roman so aufgebaut, dass man hier und da dachte, man sitzt im Publikum und schaut die Kämpfe an.

Schon der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht, aber bei Kapitel eins dachte ich zuerst, es zieht sich in die Länge. Ab Kapitel zwei nahm das Buch dann aber schnell eine Wendung, man lernt Fallon näher kennen, erfährt etwas über die Stämme der anderen Sklaven und über die dunkle Kehrseite Roms (man erfährt wie man früher mit den Sklaven umgegangen ist). Schön fand ich, dass die Autorin die Kapitel mit römischen Ziffern überschrieben hat. Ich fiebere Band 2 schon sehr entgegen. Einen kleinen Vorgeschmack bekommt man am Ende des Buches ja schon.

Fazit
Lesley Livingston nimmt uns mit auf eine Reise von Durovernum nach Rom. Sie klärt uns über verschiedene Stämme und ihre Götter auf. Man lernt Rom von einer anderen Seite kennen. Aber auch Freundschaft, Liebe, Feindschaft, Intrigen und falsche Machenschaften bringt sie uns näher. Ein Roman für alle Leser, die sich für die römische und gallische Mythologie interessieren. Ich persönlich würde das Buch vielleicht ab 16 Jahren empfehlen, da im Buch auch einige unschöne Stellen vorkommen.

Erschienen bei cbj Jugendbuch

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Autorin / Autor: susi74 - Stand: 30. Dezember 2019