Fünf vor Katastrophe

Weltklimarat IPCC warnt in Sonderbericht vor dramatischen Konsequenzen, wenn die Klimaerwärmung nicht auf maximal 1,5°C begrenzt wird

Der Klimarat IPCC  (Intergovernmental Panel on Climate Change) hat einen aktuellen Sonderbericht vorgestellt, der eindringlich vor Augen führt, wo die Menschheit in Sachen Klimawandel eigentlich steht und wie dringend es ist, entschlossen zu handeln -  und vor allem schneller als bisher geplant. Die 91 Autor_innen mahnen in ihrem Bericht, es nicht bei dem Ziel zu belassen, die Erderwärmung nicht über 2°C steigen zu lassen, sondern umgehend maximal 1,5 °C anzuvisieren. Dem Bericht zufolge liegt die aktuelle globale Erwärmung bereits bei ungefähr 1°C und die Anstrengungen, die bisher unternommen wurden, reichen nicht aus, um die Klimaziele, die auf dem Klimagipfel von Paris beschlossen wurden, zu erreichen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze kommentierte den Bericht: "Wir dürfen beim Klimaschutz keine Zeit mehr verlieren. Das ist die Kernbotschaft des Berichts. Die nächsten Jahre sind entscheidend, damit unser Planet nicht aus dem Gleichgewicht gerät. Dafür trägt gerade unsere Generation eine herausragende Verantwortung. Wir müssen den Abschied von Kohle, Öl und Gas hinbekommen. Jede vermiedene Tonne CO2, jedes vermiedene Zehntelgrad Erderwärmung zählt. Dieser Umbau bringt viele Veränderungen mit sich und die große Chance, unsere Wirtschaft zukunftsfähiger und unsere Gesellschaft lebenswerter zu machen."

Der Bericht zeigt die teilweise drastischen Folgen auf, die eintreten können, wenn nicht umgehend gehandelt wird und verdeutlicht, welchen großen Unterscheid es machen könnte, ob die Erwärmung um 2°C oder "nur" 1,5 °C ansteigt. Von Hitzewellen und Dürreperioden zu Starkregen und Überschwemmungen - es kann immer häufiger zu Extremereignissen kommen. Ökosysteme und die Artenvielfalt sind bedroht, Korallenriffe könnten der Vergangenheit angehören, wenn die Temperatur der Meere steigt. Ein Anstieg der Meeresspiegel kann langfristig dazu führen, dass Küstenbereiche in vielen  Teilen der Welt nicht mehr bewohnbar wären. Flüchtlingsbewegungen auf der ganzen Erde wären die Folge.

Momentan sind wir auf dem Weg zu einer Erwärmung von 3-4 °C - mit unkalkulierbaren Folgen für die ganze Menschheit. Insofern ist es also höchste Zeit zu handeln. Für die Industrie, die Politik und uns alle!

Was tun?
Gefragt ist natürlich zuerst die Politik, sie muss die Energiewende voranbringen, klimaschädliche Energiegewinnung wie etwa durch Braunkohle schneller als geplant beenden, eine Agrarwende hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft vorantreiben und die Entwicklung von Technologien unterstützen, die der Atmosphäre Kohlendioxid entziehen können, sogenannte CDR-Verfahren (carbon dioxide removal). Außerdem müssen Welt-Klimaquerulanten wie Trump zur Mitarbeit bewegt werden.
Als Verbraucher_innen könnte ihr aber auch etwas tun: zum Beispiel Energie sparen, euren Konsum reduzieren und auf Fleisch, Flüge und sinnlose Autofahrten verzichten und natürlich - last but not least - erkennen, was wirklich wichtig ist und solche Parteien wählen, die das ebenfalls im Blick haben.

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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 8. Oktober 2018
 
 

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