Kleider-Upcycling

Beitrag von Rebekka Milwski (18 Jahre)

Motivation

Durch Zufall im Internet habe ich von den Projekt erfahren und war begeistert. Meine Motivation fürs Upcycling habe ich durch meine Erziehung und mein Bewusstsein über meinen eigenen Konsum. Mich begeistert am Recyceln der neue Wert der entsteht, dadurch dass der Gegenstand selbst gemacht ist und ein Unikat.
Außerdem bekommt man dadurch die Möglichkeit zu entrümpeln, ohne aufwändig entsorgen zu müssen. Es ist der einfachste Weg, den Dingen neue Lebenszeit zu schenken. Wenn man das begriffen hat, können die Dinge unendliches Leben bekommen, da man sie einfach auffrischt, wenn sie nicht mehr 100 prozentig zu einem passen.

Meine Projektidee besteht darin, dass ich Kleidungsstücke so kombiniere, dass Anziehsachen, die mir bereits zu klein geworden sind, oder aber Schäden mit der Zeit bekommen haben, wieder zu einem neuen Kleidungsstück aufblühen. Aber auch alter Schmuck und Stoffe die seit Jahren auf ihren Einsatz warten, habe ich verarbeitet.

Entstehungsgeschichte

Entstanden ist mein Oberteil aus alten Anziehsachen meiner Cousine, welche schon viel Gebrauchsspuren aufwiesen. Sie gab mir diese zum Durchsehen, ob mir etwas davon passe oder gefiele. Nachdem ich einen ihrer Pullover beim Waschen ein wenig einlaufen lassen habe, musste etwas geschehen, damit er wieder tragbar wurde. Aus diesem Grund habe ich nach Blusen im Kleiderschrank gesucht, die ich nicht mehr oft trage, weil mir der Schnitt nicht gefällt, der Stoff allerdings schon.

Umsetzung

Mein Ausgangsmaterial :
- 1 blauer Pullover (schlicht ohne Verzierungen )
- 1 weiße Bluse ( vorne Baumwolle Pullover ähnlich, mittlerweile Fusselig und hinten dünner Stoff)
- 1 Blümchenbluse (mit schnürbarem Ausschnittbündchen und Rüschchenärmeln.
- 1 altes Perlenarmband das 3 Tage zuvor gerissen ist und deswegen nicht mehr alle Perlen zusammen waren.
- Alte Spitze aus Mamas Nähkiste ;)
- Knöpfe aus einer Knöpfesammlung (Ersatzknöpfe die bei jedem Anziehteil beim Kauf dabei sind)

Blusenpullover

Da mir von der weißen Bluse nur noch der Stoff von hinten gefiel, schnitt ich ihn ab mit einem Rand, an den ich dran nähen konnte. Danach schnitt ich den blauen Pullover hinten bis zu den Ärmeln auf und legte das Rückenstück hinten dran, um die Höhe der Befestigung festzulegen. Zuerst schnitt ich den Pullover dann hinten grade ab. Was mir optisch nicht gefiel und ich kurzer Hand ein Wellenmuster ausprobierte. Um hinten einen Ey-Catcher zu setzen, setzte ich mit einer roten Perle und dem Knopf einen Akzent in der Mitte des Rückens.

Spitze

Da der Pulli in der Waschmaschine etwas gelitten hatte, war er nun durch das Rückenstück wieder angenehmer zu tragen, jedoch vorne immer noch ein wenig kurz, weshalb ich mich für Spitze entschied. Das Bündchen in der Bluse (wie schon erwähnt) kam nun zum Feststecken der Spitze zum Einsatz.

Saum eines Pullovers

Bei genauem Betrachten des Pullovers vielen mir größere Löchermuster im unteren Teil des Pullovers auf, welche es mir möglich machten, mit dem dicken Faden durch die Spitze und den Pullover beides zu verbinden. Um Dinge zu kombinieren nutze ich das „Prinzip des Wiederfindens“. Deswegen findet sich das Muster der Bluse und die Spitze am Ärmel ebenfalls wieder. Denn schließlich waren auch die Ärmel etwas gekürzt worden.

Hierfür nahm ich die Ärmel der Bluse, müsste diese jedoch wegen einiger Flecken auf links drehen und hatte so eine Nähleiste. Diese nutze ich dann aber, um die Spitze dran zu befestigen, was diesen Makel kaschierte. Ganz zum Schluss befestigte ich noch die Perlen des Armbandes, welche ich nun mit dem Pulli wieder tragen kann. Alle Gegenstände wurden per Hand zusammen genäht. Aus den Überresten z.B. Rückenteil des Pullovers ist ein kleines Portmonee entstanden.

Beteiligte

Nur ich.

Umweltbezug

Umweltbezug:
Weiternutzung
Weniger Abfall
Weniger Neukauf/ Neuproduktion nötig/ Ressourcen sparen Detailsammlung (alle Lieblingsdetails verschiedener Kleidungsprodukte in einem vereint) Inspiration Anderer dadurch das es als laufende Werbung funktioniert Erfahren am eigenen Leib wie aufwendig und mühevoll ein Kleidungsstück hergestellt werden kann und wird.... Vergleich mit Arbeitern unter schlechten Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern.

Hier geht es zur Wettbewerbsausschreibung

Autorin / Autor: Rebekka Milwski