Die Luna-Chroniken, Band 1: Wie Monde so silbern

Autorin: Marissa Meyer

Buchcover

Inhalt:
Wie Monde so silbern ist an das Märchen Cinderella angelehnt. Allerdings heißt die Protagonistin hier Cinder, ist Mechanikerin und zudem ein Cyborg. Die Geschichte spielt außerdem 126 Jahre nach dem 4. Weltkrieg. Sie hat eine schreckliche Stiefmutter, die sie wie eine Sklavin behandelt und zwei Stiefschwestern.
Bevor Prinz Kai in ihrer Werkstatt auftaucht, scheint ihr Leben für immer so weiterzugehen, die Begegnung jedoch verändert einiges.
Danach wird sie auch noch von ihrer Stiefmutter, ihrem Vormund, für das Forschungsprojekt, in dem nach einem Gegenmittel für die blaue Pest gesucht wird, angemeldet, das noch niemand überlebt hat.

Meinung:
Die Geschichte hat mich schon auf der ersten Seite durch seine märchenhafte Atmosphäre und seine wundervollen Charaktere fesseln können und mich bis zur letzten nicht mehr losgelassen.

Bevor ich das Buch gelesen habe, hätte ich niemals zu wagen behauptet, dass Sci-Fi, Romantik und Märchen irgendwie zusammenpassen würden. Mir hat jedoch die Idee genauso gut wie ihre Umsetzung gefallen.

Marissa Meyer hat den Mut aufgebracht etwas, zumindest mir, vollkommen Neues zu erschaffen und konnte mich damit absolut überzeugen und positiv überraschen.
Die Geschichte hat mich gleichzeitig in meine Kindheit zurückversetzt, weil ich ständig an das Märchen rund um Aschenputtel denken musste, und mich zum Nachdenken über die Zukunft bewegt, die zumindest in dem Buch nicht sehr rosig aussah.

Im Gegensatz zu dem Märchen, in das ich mich als Kind nie wirklich hineinversetzten konnte, weil ich zu wenig über die damalige Zeit, in der es spielte, wusste, war diese Geschichte realistisch und detailreich und die Zukunft darin für mich greifbarer.
Die fortschrittliche Technologie in dem Buch wirkte für mich nicht übertrieben, wie in einigen anderen Science-Fiction Büchern, weswegen ich dieses anders als viele andere, entgegen meiner Erwartungen sehr gerne mochte.

Das Einzige, das mich an der Geschichte gestört hat war, dass man ziemlich viel vorhersehen konnte. Trotzdem war sie spannend und ich wollte wissen, ob ich mit meinen Vermutungen recht hatte, weshalb dieser kleine Mangel mich in meiner Begeisterung nicht einbremsen konnte.

Marissa Meyers Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen, sodass ich ganz überrascht war, das fast 400 Seiten lange Buch an einem Tag beendet zu haben.
Und, weil mir dieses Buch so dermaßen gut gefallen hat, dass ich sogar behaupten würde, dass es von nun an zu meinen Lieblingsbüchern zählt, werde ich mir schnellstmöglich die anderen Bücher der Reihe besorgen und kann euch "Wie Monde so silbern" guten Gewissens empfehlen.

Erschienen bei Carlsen

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Autorin / Autor: CisCisCis - Stand: 8. August 2016