Zeitsplitter

Autorin: Cristin Terrill
Übersetzt von Barbara Imgrund

Buchcover

Inhalt
Marina ist schon seit langer Zeit in James, den Jungen von nebenan verliebt. Nun will sie es endlich wagen und ihm seine Liebe gestehen, doch dann wird James Bruder angeschossen und nichts ist mehr, wie es vorher war.
Vier Jahre später sitzt Em, wie Marina sich dann nennt, in einer Gefängniszelle. In der Zelle neben ihr ein Finn, und von James scheinbar keine Spur mehr. In den vier Jahren, die vergangen sind, hat sich alles geändert. Eine Zeitmaschine wurde entwickelt, doch anstatt sie, wie eigentlich geplant war, für die Rettung der Welt zu verwenden, ist diese vor lauter Elend nicht mehr wiederzuerkennen. Em weiß, wer dafür verantwortlich ist – James, denn er hat die Zeitmaschine entwickelt.
Eines Tages findet Em im Abfluss ihrer Zelle einen Zettel, auf dem sie ihre Handschrift erkennt. Doch in diesem Leben hat sie diesen Zettel noch nicht verfasst. Em liest, dass sie und Finn schon einige Male in der Zeit zurückgereist sind, um James zu stoppen. Doch nichts hat funktioniert, also bleibt ihnen nur mehr eine Möglichkeit – sie müssen ihn töten.
Wird Em zu dieser Tat fähig sein, oder ist ihre Liebe zu James noch zu stark? Und vor allem, wie wird die junge Marina darauf reagieren, die von all dem ja noch gar nichts ahnt?

Meine Meinung
Ich war von der ersten Seite an gefesselt. Der Roman beginnt an der Stelle, an der die ältere Em den Zettel mit dem Auftrag, James zu töten, findet. Die Spannung ist also gleich von Anfang an vorhanden und lässt während der gesamten Geschichte nicht nach. Christin Terrill hat einen sehr schönen Schreibstil, der den Leser in der von ihr geschaffenen Welt einfängt und nicht mehr loslässt.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Entwicklung von Marina. Zu Beginn könnte man glauben, es wären zwei verschiedene Personen, da ja auch unterschiedliche Namen gebraucht werden und sich die junge Marina in diesen vier Jahren, in denen sie zu Em wurde, ziemlich verändert hat. Während des Buches bekommt man diese Entwicklung auch sehr gut mit, die Charaktere sind allesamt sehr authentisch. Besonders spannend fand ich, dass sich die junge Marina im Endeffekt nicht zu der Em entwickelt, die im Buch der Ich-Erzähler ist, sondern zu einer dritten Person. Em greift ja in Marinas, also ihr früheres Leben ein, und ändert dieses dadurch. Trotzdem ist Ems Entwicklung genügend beleuchtet, um glaubwürdig zu sein.
Auch die männlichen Protagonisten James und Finn habe ich als sehr gut ausgearbeitet empfunden.

Den einzigen Punkt, den ich zu bemängeln wüsste, ist das Ende. Es gibt plötzlich wieder einen Zeitsprung zum chronologischen Beginn der Geschichte, und dann wird ganz kurz Marinas Leben in den nächsten vier Jahren angerissen, wie es ist, nachdem Em es verändert hat. Da haben sich mir leider einige Dinge in ihrer Logik nicht erschlossen, was sehr schade war, da der Rest vom Roman wirklich spitze war.

Insgesamt aber definitiv empfehlenswert und ich werde bestimmt auch noch weitere Bücher der Autorin verschlingen!

Erschienen bei one Verlag

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Autorin / Autor: sunnygirl007 - Stand: 12. September 2016