Chioma Akuezue

Rap und Pop und eine engelsgleiche Stimme

Chioma Akuezue ist in Nigeria aufgewachsen und seit ihrer Kindheit in den Kirchenchor gegangen. Dieses Stimmtraining hört man ihrer engelsgleichen, klaren und sanften Stimme auch an. Um ihrem zukünftigen Schicksal als Nonne zu entfliehen und sich ganz der Musik verschreiben zu können, verlässt Chioma in jungen Jahren mit Töchterchen Onyin ihr Elternhaus und zieht in eine andere Stadt, wo alles vor Musik pulsiert. 2010 trifft sie auf einem Flug ihren um einige Jahre älteren späteren Ehemann, den deutschen Generalkonsul in Nigeria, Walter von den Driesch, den sie 2013 heiratet. Im Gegensatz zu Europa ist es in Nigeria nicht untypisch, dass junge Frauen wesentlich ältere Männer heiraten. Doch in diesem Fall hat diese Entscheidung weder etwas mit Zwangsheirat noch mit Existenzsicherung zu tun, sondern "nur" mit Liebe. 😊 Ihm zuliebe zieht sie samt Töchterchen auch letztlich nach Berlin.
Diese CD mit ihren 10 tracks besticht durch ihre außergewöhnliche Stimme und kommt ganz und gar mit computererzeugter Musik, ohne viele echte Instrumente aus. Lied Nr. 3 "Heartbreaker" bringt in nur einem Satz ("You are") zum Ausdruck, was für eine tolle Stimme sie hat. Musik für diese Stimmlage und Laute scheint wie für sie gemacht, um ihre begnadete Stimme voll zum Ausdruck zu bringen. Ich sage nur: Gänsehautfeeling! 😊 Sie erinnert an S. Connor, die eine klare, ausdrucksstarke Stimme hat, die gleichzeitig auch sanft und zart sein kann. Spielend leicht und flexibel tänzelt Chioma vom Partysound zum Rap und Pop, ohne sich stimmlich dabei zu verbiegen.

Ohrwürmer und tanzbaren Partysound gibt es auf dieser CD zur Genüge. Singt sie gedämpft, erinnert es an den Sadé, die ebenso wie sie modelte. Der mehrstimmige Gesang (ihr eigenes computerunterstütztes Playback) in Lied Nr. 5 ("I tried") hebt ihre super Stimme hervor; es ist, als ob man rhythmisch vom Klang von Meereswellen getragen wird. Lied Nr. 4 zeugt ausdrucksstark von ihren musikalischen Wurzeln. Diese EP lässt keine Langeweile aufkommen! Sie reißt auch den müdesten Tanzmuffel vom Hocker.

Fazit: Es macht einfach Spaß hinein zu hören! Die Texte zeugen von Chiomas großem Rhythmusgefühl, ihrer inneren Stärke, Zielstrebigkeit und Lebenserfahrung, die sie darin verarbeitet hat. Das Tempo zeugt von einer Sängerin, die noch viel vor hat und zügig durchs Musikbusiness und Leben schreitet. Onyin, ihre kleine Tochter, rapt auch mal gleich ganz locker selbstbewusst mit und gegen Mama Chioma in Lied Nr. 9 (Am A Definition Swag) an. Musik und Stimme ergänzen sich hervorragend zu einer treibenden, rappenden und groovigen CD. Der Verzicht von echten, zahlreichen Musikinstrumenten unterstreicht die gesangstechnische Qualität Chiomas' Stimme, was Benjamin Melanzi, ihr Produzent, wohl auch erkannt hat.

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