Kommunikativer und produktiver durch Digitalisierung

Deutsche Post Glücksatlas 2015: Digitalisierung wirkt sich tendenziell positiv auf die Arbeitszufriedenheit aus

Deutschland ist trotz der aktuellen Probleme erstmals seit zwei Jahren wieder etwas glücklicher geworden. So hat die Zufriedenheit der Deutschen 2015 leicht zugenommen und liegt auf einer Skala von 0 bis 10 aktuell bei einem Wert von 7,02. Auch der Abstand zwischen Ost- und Westdeutschland beim Glücksempfinden hat sich weiter verringert und beträgt nur noch 0,15 Punkte. Das sind die Ergebnisse des Deutsche Post Glücksatlas 2015, der bei der diesjährigen Erhebung auch die Zufriedenheit mit der Arbeit sowie die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Beruf untersucht hatte. Dabei zeigte sich, dass der Einfluss der Digitalisierung überwiegend positiv bewertet wird.

Arbeitszufriedenheit und Digitalisierung
Mit dem diesjährigen Schwerpunktthema "Arbeitszufriedenheit und Digitalisierung" zeigt der "Deutsche Post Glücksatlas" zum einen, dass die Zufriedenheit mit der Arbeit in Deutschland über Geschlechter und Generationen hinweg hoch ist. 69 Prozent der Berufstätigen geben auf einer Skala von 0 bis 10 einen Wert zwischen 8 und 10 für ihre Arbeitszufriedenheit an. Zum anderen veranschaulichen die Ergebnisse, wie sich die Digitalisierung auf die Zufriedenheit mit der Arbeit und die Work-Life-Balance auswirkt. Dabei äußern sich die Berufstätigen überwiegend positiv zur Digitalisierung der Arbeitswelt, sehen sich aber teilweise auch in ihrer Lebensqualität und Arbeitszufriedenheit beeinträchtigt.

55 Prozent der Berufstätigen geben an, die Digitalisierung habe ihren Berufsalltag eher erleichtert, für 10 Prozent hat sie ihn erschwert. Für 71 Prozent ist die Kommunikation mit Kunden und Kollegen durch die neuen Technologien leichter geworden, und 61 Prozent der Berufstätigen meinen, sie seien dadurch produktiver. 57 Prozent bereitet es Freude, dass sich die digitale Technik ständig weiter entwickelt.

Stressig ist ständige Erreichbarkeit für Kunden, Kollegen und Vorgesetzte
Allerdings belegen die Ergebnisse auch, dass die Digitalisierung nur begrenzt eine höhere Zeitsouveränität schafft: 39 Prozent der Berufstätigen meinen, ihre Arbeitszeit dadurch besser einteilen zu können, doch 60 Prozent sehen das nicht so. 47 Prozent sagen sogar, ihre Tätigkeit sei durch die digitale Technik stressiger geworden, und 40 Prozent haben das Gefühl, sie würden dadurch stärker überwacht. Die ständige Erreichbarkeit für Kunden, Kollegen und Vorgesetzte wird von 53 Prozent der Berufstätigen eher negativ bewertet, jeder Dritte sieht sie eher positiv.

Generation Y will im Beruf eigene Ideen verwirklichen
Gefragt wurde in der Erhebung auch nach der Einstellung der Generation Y (Jahrgänge 1980 bis 1995) zu ihrem Leben und ihrer Arbeit. Für 90 Prozent dieser Generation ist beruflicher Erfolg "wichtig" bis "sehr wichtig". Von allen Altersgruppen der Berufstätigen ist es der Generation Y am wichtigsten, im Beruf eigene Ideen verwirklichen zu können. Um sich beruflich weiter zu entwickeln, würden 26 Prozent der Generation Y ihren Job wechseln, bei den älteren Jahrgängen sind es nur 14 Prozent. Jeder Dritte der Generation Y würde für ein deutliches Gehaltsplus den Job wechseln, bei den Älteren ist es nur ein Viertel.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf
In der sehr hohen Wertschätzung eines sicheren und langfristigen Arbeitsplatzes unterscheiden sich die Generationen aber kaum. "Die Generation Y strebt wie keine Generation zuvor nach individueller Freiheit und Verwirklichung im Beruf", sagte Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Post - eCommerce - Parcel. "Als Arbeitgeber müssen wir diese Erwartungen unserer jungen Mitarbeiter im Arbeitsalltag noch stärker berücksichtigen. Das gilt auch für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, etwa durch flexible Arbeitszeitmodelle."

Auffällig ist, dass sich aus Sicht aller Berufstätigen, vor allem aber der jungen Generation, beruflicher Erfolg und Familienleben nur schwer miteinander vereinbaren lassen. 68 Prozent der berufstätigen Frauen der Generation Y sind der Meinung, dass jemand, der mehr Zeit für seine Familie einfordert, sein berufliches Weiterkommen gefährdet.

Mehr Infos unter

Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 25. November 2015
 
 

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