back to blue

Autorin: Rusalka Reh
ab 15 Jahren

Kid lebt mit ihren Eltern, (dem “Duo”), in Deutschland. Sie ist 16 Jahre alt, liest gerne und schreibt gerne Gedichte. Von ihren Eltern fühlt sich Kid nicht wirklich geliebt, denn bei jeder Gelegenheit gibt vor allem ihre Mutter Kid das Gefühl eine Last zu sein, die niemand wirklich braucht. Als Kid beim Ausgehen den Russen Maxim kennenlernt, sich in ihn verliebt und schließlich mit ihm  zusammenkommt, beginnt sie Vieles in ihrem Leben in Frage zu stellen. Zum ersten Mal fragt sie sich, ob sie denn nicht mehr Liebe und Verständnis von ihren Eltern erwarten darf, ob ihre beste Freundin Pirka wirklich zu ihr steht und was Glück eigentlich ist.
ZU dieser Zeit lernt Kid auch Silvia, eine lebensfrohe, herzliche Schriftstellerin kennen, die Maxim und Kid immer sehr ernst nimmt. Kid ist zum ersten Mal wirklich glücklich, denn nun hat sie Menschen um sich, die ihr das Gefühl von Geborgenheit vermitteln.
Doch als das Gerücht in die Welt gesetzt wird, dass Maxim mit Rauschgift handelt und Kid’s Eltern ihr verbieten, sich mit ihm zu treffen, sie zuhause bewachen und ihr Handy und Tablet wegnehmen, bricht Kid’s Glück zusammen. Gerade jetzt bräuchte sie ihre Freundin Silvia, doch diese ist vor einiger Zeit wieder zurück nach Madeira gezogen…

Back to blue ist in Form eines Tagebuchs aus Kids Sicht verfasst. Es besteht außerdem aus von ihr verfassten Gedichten und Überschriften aus Zeitungen, die Kid in ihr Tagebuch klebt.

Was mir am Buch gefallen hat ist die besondere Liebesgeschichte zwischen Maxim und Kid. Die beiden wagen zusammen so vieles und wenden sich auch von ihren Familien ab (die sie beide nicht wirklich unterstützen, lieben oder akzeptieren), um beisammen zu sein.
Die Charaktere von Kid und Maxim bleiben dem Leser bis zur Mitte des Buches etwas fremd, da vor allem Kid für ihr Alter teilweise etwas unreife Gedanken hat, jedoch schwerwiegende Entscheidungen trifft, für die ein 16-jähriges Mädchen im Normalfall nicht den Mut aufbringen würde. Der Autorin, Rusalka Reh, gelingt es erst ab der Hälfte des Buches, die Charaktere etwas authentischer handeln und denken zu lassen.

Die Thematik finde ich sehr interessant, da der Roman ein bedrückendes Thema aufgreift – wenn Kinder sich von ihren Eltern nicht geliebt fühlen und Eltern mit ihren Kindern falsch umgehen. Diese Situation wird besonders bedrückend, als das „Duo“ darüber spricht, Kid in während der Herbstferien in ihrem Zimmer einzuschließen, damit sie sich nicht heimlich mit Maxim treffen kann.
Die Stimmung bei Kid zuhause ist immer eher gedrückt und angespannt, was beim Lesen sehr gut herauskommt.

Alles in allem ist „Back to blue“ ein sehr interessantes Tagebuch, dessen Stärke vor allem darin liegt, dem Leser Stimmungen und Gefühle vermitteln zu können.

Erschienen im Magellan Verlag

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Autorin / Autor: klexxx - Stand: 5. Februar 2015