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Umfrage: Was sich Jugendliche von ihrer Ausbildung wünschen

Gut ausgebildete Fachkräfte werden sehr viel öfter gesucht als Bewerber für Helferstellen. In einigen Branchen haben es Arbeitgeber inzwischen sehr schwer, ihren Fachkräftebedarf zu decken. Vorausschauende Unternehmen setzen deshalb auf Ausbildung, um sich bereits heute die Fachkräfte von morgen zu sichern. Damit sind die Aussichten für junge Leute, einen Ausbildungsplatz zu finden, in vielen Regionen Deutschlands besser denn je. Das gilt auch für die, die ihren Schulabschluss vielleicht nicht mit besten Noten gemacht haben. Denn Arbeitgeber, die noch vor ein paar Jahren aus einer Vielzahl von Bewerberinnen und Bewerbern auswählen konnten, haben sich der veränderten Situation am Ausbildungsmarkt angepasst: Schulnoten und Schulabschluss sind längst nicht mehr die alles entscheidenden Kriterien.

Was sich Jugendliche wünschen
Was aber wünschen sich Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren von ihrer Ausbildung? Um diese Frage zu beantworten, beauftragte die Bundesagentur für Arbeit das Marktforschungsinstitut TNS Emnid mit einer Untersuchung. Dabei zeigte sich: Für den Großteil der Jugendlichen ist es bei der Wahl der Ausbildung entscheidend, dass sie an ihrem künftigen Beruf Freude haben (84 Prozent). Aber auch gute berufliche Aussichten sind ihnen wichtig: 66 Prozent der Befragten legen bei der Berufswahl Wert auf die Zukunftsorientierung ihrer Ausbildung. Über die Hälfte (53 Prozent) möchte vor allem einen sicheren Job.

Bei der Wahl ihres Arbeitgebers legen immerhin 59 Prozent besonderen Wert auf dessen Loyalität und wünschen sich unbefristete Verträge. Flexible Arbeitszeiten sind rund einem Drittel (32 Prozent) wichtig, für Fortbildungen und die Möglichkeit von Auslandsaufenthalten interessieren sich 31 Prozent der Befragten.

Welche Branchen besonders beliebt sind
Freude am Beruf, sinnstiftende Arbeit und gute Zukunftsaussichten verbinden Jugendliche vor allem mit Berufen im sozialen und erzieherischen Bereich. 35 Prozent von ihnen möchten eine entsprechende Ausbildung oder ein passendes Studium dazu absolvieren. Beinahe ebenso beliebt sind naturwissenschaftliche Berufe: 32 Prozent geben an, dass sie am liebsten in diesem Bereich arbeiten würden. IT- und Software-Entwicklung stehen bei 28 Prozent hoch im Kurs, genauso wie technische Berufe in der Maschinen- oder Elektrotechnik (27 Prozent). Gute Vorzeichen also für die seit Jahren um Nachwuchs werbenden MINTBranchen (Mathematik, IT, Naturwissenschaften, Technik). Das Handwerk (16 Prozent) sowie Gesundheits- und Pflegeberufe (13 Prozent) erscheinen den zukünftigen Fachkräften allerdings weniger attraktiv.

Informationen zu Berufen besorgen sich die Jugendlichen mittlerweile nicht mehr
nur auf Jobmessen (28 Prozent), bei der Berufsorientierung in der Schule (46 Prozent) oder durch Schulpraktika (49 Prozent): Das Internet ist für 67 Prozent eine beliebte Informationsquelle, wenn es um Fragen rund um die Berufswahl geht.

Weitere Informationen unter:

  • dasbringtmichweiter.de
    Hier finden BerufseinsteigerInnen Informationen zur Berufswahl und ihren Möglichkeiten. Die Website ist Bestandteil der Fachkräftekampagne „Wenn nicht jetzt, wann dann?!“ der Bundesagentur für Arbeit.
Stand: 10. April 2014
 
 

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