Emily the Strange - Strangerous
Für den Nintendo DS

Emily ist anders, außergewöhnlich und mysteriös zugleich. Unter ihrem schwarzen Pony schaut sie uns mit ihren dunklen Augen an. Ja, man könnte fast annehmen, dass es in in drin nur so vor Wut zu lodern scheint. Nur ihre weißen Schuhe geben der jungen 13-jährigen Emily den Touch von Unschuld. Diese Mysteriosität hat nun dtp so fasziniert, dass die Gameentwickler ein Spiel zu der von Unmengen von Fans geliebten Emily herausgebracht haben. Ziel des Spieles ist es, vier junge Katzen aufzustöbern. Ein unbekannter Dieb hat sie nämlich alle über Nacht geklaut. Bei den Miezen, die, wie sollte es auch anders sein, schwarz wie die Nacht sind, handelt es sich jedoch nicht um normale Kätzchen. Nein, jede von ihnen hat eine Gabe und auch einen schrillen Namen. Mit dabei sind die Gangster-Samtpfote Mystery, die junge Fellnase Sabbath, der Oberschlaue Miles und der Denker Neechee. Und da diese Stubentiger das Allerliebste der jungen Rebellin sind, muss man nun als Spieler versuchen, die kleinen Süßen zu retten...
Schon zu Beginn vom "Emily the Strange - Strangerous"-Game", ist auffallend, dass die komplette Kulisse fast in schwarz-grau-rot gestaltet ist. Dies hat auch einen Grund, da, wie viele bereits Fans wissen, die junge Katzenliebhaberin kein Pink mag. Ja, sie hasst es sogar, was eigentlich unvorstellbar für ein junges Mädchen ist. Im Spiel selber muss man per Touchpen Emily von Ort zu Ort manövrieren. Bei einem Feld, wo ein Rätsel oder wichtiges Ereignis stattfindet, wird beim Tippen auf dieses eine Art Miniwollknäul angezeigt, was symbolisch für die Rettung der Katzen stehen soll. Die Rätsel sind keinesfalls leicht. Natürlich sind auch welche dabei, die in unter 1 Minute zu lösen sind, jedoch bilden diese eher die Ausnahme. Größtenteils sind wirklich knifflige Aufgaben dabei, bei denen man am liebsten hoffnungslos aufgeben möchte. Kurz vorm Aufgeben schafft man es dann aber doch noch, eine Lösung zu finden. Dieser Effekt führt dazu, dass das Spiel nicht langweilig wird. Für Ältere ist "Emily the Strange" bestens geeignet.
Sehr bemerkenswert sind auch die vielen kleinen Zwischenfilmchen. Sie sind sehr schön gemacht und auch qualitativ hochwertig. Das besondere am Emily-Spiel ist auch, dass sich während des ganzen Abenteuers die anfangs leeren Buchseiten in einem von Emily selbstgeschriebenen Tagebuch wie von Zauberhand füllen. Wenn man sich nicht mehr erinnern kann, was denn genau im vorherigen Kapitel stattgefunden hat, kann man sich im Tagebuch dazu wieder Wissen aneignen.
Das Game eignet sich dank der guten Qualität für längeren Spielspaß, bei dem viel Denkarbeit nicht zu kurz kommt. Es ist zwar an einigen Stellen wirklich "strange", allerdings macht es das wiederum zu einem außergewöhnlichen Spiel, dass man nicht mehr so schnell aus der Hand legen möchte;). Probiert es aus und lasst auch euch in der Welt der bizarren Emily entführen!
*Erschienen bei dtp*
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Autorin / Autor: bluepink - Stand: 10. Dezember 2010