Formen der gepflegten Langeweile 1

Die gepflegte Langeweile mit einfach nur dasitzen und schauen.

"Gepflegte Langeweile" ist z.B. in einem Straßencafe zu sitzen, Kaffee zu trinken, den Verkehr und die Menschen beobachten. Sich abends in aller Ruhe den Sonnenuntergang anzusehen...
Das Prinzip dieser Langeweile ist die Beschaulichkeit, das Nichtstun.

Und hat man sich einmal diesem Zustand hingegeben, dann kann das sehr anregend sein. Indem man nämlich z.B. bei seinen Beobachtungen tolle Sachen entdeckt, seine Gedanken in Ordnung bringt oder gar - durch die Ruhe - auf einmal eine Idee hat! Es ist ein Augenblick des Entdeckens!

Die gepflegte Langeweile mit malen und sich beschäftigen (lassen).


Meine liebste Freundin Anja malt hin und wieder Bilder, wenn sie lange Weile hat und sie eine Zeit der Ruhe und des Müßiggangs überbrücken muss. Dann macht sie im PowerPoint diese wunderbaren Bilder, die mich immer glücklich machen!

Da ich kein PowerPoint auf meinem Macintosh habe, nicht ganz so virtuos mit der Computermaus umgehen kann und mich dann doch gerne beschäftigen lassen, wenn ich in eine lange Weile gerate, dann gehe ich zu isketch. Dort wird in einer Community so eine Art "Montagsmaler" gespielt. Auf jeden Fall ist es der richtige Ort, wenn man beschäftigt werden möchte, gepaart mit Spaß- und Gripsfaktor. Spielend kann man dort Stunden zubringen und die Langeweile vergessen, überbrücken und hinter sich lassen.

Die gepflegte Langeweile mit einem guten Buch.

Ein weitere Möglichkeit, die Langeweile zu kultivieren, ist ein gutes Buch. In diesem Jahr habe ich ein Buch gelesen, was mir jede gemeine, öde Langeweile genommen hat! Als ich dieses Buch las, wollte ich nur noch dasitzen oder -liegen und lesen, mein Leben nur noch fristen mit dem abscannen der Buchstabenreihen. Und als ich das Buch ausgelesen hatte, fehlte mir etwas in meinem Leben: dieses Buch war "Mister Aufziehvogel" von Haruki Murakami!

Das Buch, was ich als nächstes lesen werde, ist von Herman Melville "Bartleby, der Schreiber. Eine Geschichte aus der Wall Street". Herman Melville kennt ihr alle, er schrieb "Moby Dick". Diese Erzählung von ihm ist weniger monumental, aber es passt ideal zu unserem Thema "Langeweile". Es handelt von einem Schreiber in einer Anwaltskanzlei, der eines Tages beginnt, seine Arbeit zu verweigern, bis er sich schließlich eines Tages - in völliger Passivität verharrend - wiedersetzt, den Arbeitsplatz zu verlassen. Jeder Aufforderung setzt Bartleby folgenden Satz entgegen: "Ich würde bevorzugen, es nicht zu tun" (I prefer not to do)...

Autorin / Autor: Peggy Förster - Stand: 8. Juli 2002
 
 
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