Wohn(t)räume

Bonner Mädchentreff AZADE nahm die Wohnsituation von MigrantInnen unter die Lupe. Sie fanden Benachteiligung, Verdrängung, Rassismus und Schimmel...

Über ein Jahr lang haben Mädchen des Bonner Mädchentreffs AZADE in ihrer Stadt recherchiert, Interviews geführt, fotografiert und sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie sie wohnen möchten - und wie sie derzeit tatsächlich wohnen. Im Rahmen des Projekts „Wohn(t)räume“ "bauten" die Mädchen Traumwohnungen und Bauruinen im Miniaturformat, gestalteten Fotostorys und Collagen, die sie abschließend im Bonner Stadthaus der Öffentlichkeit vorstellten.

Mit ihrer Ausstellung zur Wohnsituation von MigrantInnen zeigen sie auf eindringliche Weise, wie unterschiedlich sich die Lebenssituation von Menschen in ein und derselben Stadt gestaltet, weil Vorurteile gegenüber nicht deutsch klingenden Nachnamen oder der Hautfarbe MigrantInnen den Zugang zu angemessenem Wohnraum erschwert. Bei der Ausstellungseröffnung erzählten Mädchen und Eltern zum Beispiel, wie aussichtslos die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung gerade für MigrantInnen ist, weil viele Vermieter zwar "für Integration" sind, aber dann doch "lieber nicht in eigenen Haus".

Die wenigen Wohnungen, die MigrantInnen dann doch noch ergattern können, liegen meist am Stadtrand und sind dazu oft in einem miserablen Zustand: Schimmelbefall, defekte Heizungen, veraltete Elektrizität und fehlendes Warmwasser gehören zu den  Standard-Mängeln, die die AZADE-Mädchen während ihrer Recherchen aufdeckten.

Die Mädchen machten aber nicht nur auf die schlechten Wohnbedingungen aufmerksam, sondern forderten auch die Stadt Bonn auf, ihre Wohnungspolitik zu ändern und zum Beispiel mehr in den sozialen Wohnungsbau zu investieren und es nicht zuzulassen, dass immer mehr Wohnraum privatisiert wird.

Die Ausstellung wird veranstaltet vom Interkulturellen Mädchentreff Azade und vom Migrantinnentreff Gülistan im Rahmen des Projekts „Wohn(t)räume“. Das Projekt wird aus Mitteln der Robert-Bosch-Stiftung in Kooperation mit der Stiftung Mitarbeit gefördert. Das Foyer des Stadthauses, Berliner Platz 2, ist montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

Lest auch das Interview dazu

Autorin / Autor: Redaktion /AZADE - Stand: 27. November 2014
 
 
 

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