Wir vom Neptunplatz

Autoren: Patricia Eckermann & Stefan Müller

Der Roman „Wir vom Neptunplatz“ von Patricia Eckermann und Stefan Müller ist ähnlich wie eine Fernseh-Soap aufgebaut. Es gibt vier Protagonisten, deren Leben sich immer wieder kreuzt, aber jeder einzelne hat eine eigene Geschichte. Lale gehört das „Mampf“, ein Café am Neptunplatz, in dem sich die Hauptfiguren oft treffen. Sie ist stark, selbstbewusst und nimmt kein Blatt vor dem Mund. Aber sie ist auch verletzlich und trauert noch immer ihrem Exfreund hinterher. Seitdem das „Mampf“ eröffnet hat, ist Lucky ein Stammgast und guter Freund von Lale. Er findet sich selbst besonders komisch und ist sehr sensibel. Sein Geld verdient er damit, ein freiberuflicher Fernsehautor zu sein, was seine Höhen und Tiefen mit sich bringt. Luckys bester Freund ist Mark, der Barmann vom „Glamrock“. Er hat mehr Interesse daran, Drinks zu mixen, als sein Sportstudium endlich zu beenden. Aber am meisten liebt er es, hübsche Besucherinnen des Glamrock abzuschleppen, was ihm einiges an Ärger einhandelt. Die letzte Hauptfigur ist Rudi, die zusammen mit Lale in eine WG ziehen will, weil ihre beiden jetzigen Mitbewohner beschlossen haben, sie raus zuschmeißen. Um neben dem Studium an Geld zu kommen, versucht sie sich als Komparsin in einem neuen Hollywood-Streifen.

Meine Meinung:
Es ist eine witzige und vor allem neue Idee einen Roman zu schreiben, der wie eine Soap aufgebaut ist. Jeder Charakter hat eine eigene Geschichte, seine eigenen Probleme und Höhepunkte, aber trotzdem gehören sie alle zusammen und fühlen sich teilweise wie eine Familie. Ich persönlich finde es gut, dass jeder Protagonist anders ist. Nicht nur vom Charakter, sondern auch vom Verhalten und alltäglichen Leben. Es ist eine leichte Lektüre für zwischendurch, die man im Ganzen oder wie eine echte Soap Häppchen für Häppchen genießen kann. Da die Kapitel ziemlich kurz sind, eignet sich der Roman hervorragend dazu, ihn überall mit hin zu nehmen. Egal ob in der Bahn, während der Pause oder einfach zuhause gemütlich auf dem Sofa.

Allerdings habe ich auch zwei Kritikpunkte. Erstens hat es mich gestört, dass zu viel Umgangssprache verwendet wurde: Ab und zu während der Dialoge ist das ja ganz witzig, aber nach einiger Zeit merkt man, dass der Roman doch von Erwachsenen geschrieben wurde, die sich teilweise zu viel Mühe mit dem Jugendjargon gemacht haben. Und zweitens finde ich es zu kurz. Da es vier Hauptfiguren gibt, muss jede eine Vorgeschichte bekommen, jeder benötigt eine Hauptgeschichte und es muss deutlich werden, wie sie sich kennengelernt haben und wieso sie Freunde geworden sind. Jeder Teil wurde zwar behandelt, aber hier und da hätte es noch etwas detaillierter sein können.

Erschienen im Carlsen Verlag

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Autorin / Autor: cherrysweet - Stand: 9. Dezember 2011
 
 

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