Werwörter

Das Wortratespiel mit geheimen Rollen

Ein Bürgermeister, der mit verschlossenen Augen ein geheimes Zauberwort aussucht, eine Wahrsagerin, die dieses Wort kennt und ein Werwolf, der versucht, die Dorbewohner_innen von der richtigen Fährte abzulenken. Das ist der grobe Umriss des Spiels "Werwörter" von Ravensburg.
Der Titel des Spiels hat mich zunächst sehr an eine andere Version des berühmten Lagerfeuer-Spiels "Werwölfe" erinnert. Tatsächlich trifft man ein paar alte Bekannte, wie die Werwölfe oder die Seherin wieder und auch bei diesem Spiel will der Werwolf den Dorfbewohnern nichts Gutes. Ansonsten nimmt sich das Spiel aber eher wie eine etwas komplexere Version von "Wer bin ich" aus.

Zu Beginn werden die Rollen verteilt. Die Person, die den Bürgermeister zieht, hat automatisch eine Doppelrolle. Da wir uns nicht die App herunter laden wollten, musste die Bürgermeisterin bei uns außerdem auch noch den Spielverlauf vorlesen.
Zu Beginn der Runde tippt die Bürgermeisterin auf ein Wort aus der Begriffswolke, die dem Spiel beiliegt und schreibt es auf ein Blatt. Nacheinander dürfen die Seherin und der Werwolf aufwachen und das Wort lesen. Danach wird diskutiert. Die in der Anleitung angegebenen vier Minuten, die die Gemeinschaft zur Suche des Begriffes hat, haben wir locker überschritten.
Da wir nur zu fünft gespielt haben, kannten drei Leute in der Runde den Begriff, was es aber nicht unbedingt leichter gemacht hat, da sich ja niemand verdächtig machen wollte. Der Bürgermeister kann laut Anleitung ganz normal mitspielen, darf aber auf die Fragen der anderen nur mit ja und nein antworten. Ich fand es als Bürgermeisterin schwierig, noch in meiner Rolle als Dorfbewohnerin zu agieren. Wie es gewesen wäre, wenn ich Seherin oder Werwolf gewesen wäre, weiß ich nicht.
Nach dem Versuch der Dorfgemeinschaft, das Wort zu erraten, kommt der eigentliche Teil des Spiels- alle müssen sich entscheiden, wer der Werwolf ist. Wird dieser erkannt, hat er verloren. Kann er die Seherin ausfindig machen, so hat er gewonnen.

Meine Meinung
Vielleicht liegt es daran, dass ich das Spiel zum ersten Mal gespielt habe, aber gänzlich überzeugt hat es mich nicht. Vielleicht hätte die App es ein wenig einfacher für den Bürgermeister gemacht, aber ich finde ein Handy in der Mitte des Tisches bei einem Spieleabend irgendwie doof. Es geht ja eher darum, mal ohne Bildschirme und dafür mit Freund_innen den Abend zu verbringen. Die beiden Spiele, an die mich Werwörter erinnert hat, zeichnen sich für  mich auch dadurch aus, dass man sie improvisieren kann und eigentlich keine Materialien braucht, um sie zu spielen. Nicht einmal Spielkarten sind so richtig vonnöten. Bei Werwörter hat der Bürgermeister kleine Münzen, die für ja oder nein stehen, da er nicht direkt auf die Fragen antworten soll. Warum man das nicht einfach sagen kann, erschließt sich mir nicht.
Praktisch ist das Spiel denke ich für Bahnfahrten oder Ausflüge mit Freunden oder der Familie. Da eine Runde nach circa 10 Minuten vorbei ist, kann man in viele verschiedene Rollen schlüpfen und viele verschiedene Wörter erraten. Ich glaube, ein paar mehr Leute als 5 könnten das Spiel schon spielen, auch da man erst dann mehr als einen Werwolf hat. Zu viele sollten es allerdings nicht werden - schließlich müssen alle das Wort in der Mitte des Tischs lesen können.


Erschienen bei Ravensburger

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Autorin / Autor: karla94 - Stand: 29. Juli 2019
 
 
 

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