Kürzer duschen gegen Klima-Angst

SINUS Studie: Viele Jugendliche machen sich große Sorgen um die Zukunft der Erde, sind aber bereit, ihren Lebensstil zu verändern - mit Einschränkungen

Fast 60 Prozent der Jugendlichen in Deutschland rechnen mit negativen Konsequenzen des Klimawandels für die Gesundheit. Das geht aus der aktuellen Sinus-Jugendstudie im Auftrag der BARMER hervor, für die von September bis Anfang Oktober 2023 bundesweit rund 2.000 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren befragt wurden. Demnach wären 84 Prozent der Jugendlichen bereit, zumindest eine konkrete Maßnahme gegen den Klimawandel „bestimmt“ umzusetzen. So wären 86 Prozent der Befragten dafür offen, Verpackungen zu vermeiden. 78 Prozent würden „eher“ oder sogar „bestimmt“ kürzer duschen, 73 Prozent seltener ein neues Smartphone kaufen, 67 Prozent weniger heizen und 59 Prozent auf Flugreisen verzichten. „Viele Jugendliche haben nicht nur die Risiken des Klimawandels erkannt. Sie wollen gegen diesen auch aktiv etwas unternehmen. Und das auch aus gesundheitlichen Gründen. Häufigere Hitzewellen können zum Beispiel das Herz-Kreislaufsystem besonders stark belasten. Vor diesem Hintergrund ist Klimaschutz auch Gesundheitsschutz“, sagt Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER.

Mehrheit gegen Fleischverzicht und sparsameren Einsatz digitaler Medien

Bei einigen Themen stößt der Einsatz für den Klimaschutz allerdings an seine Grenzen. So können sich nur 33 Prozent beziehungsweise 41 Prozent „eher“ oder „bestimmt“ vorstellen, völlig auf Milchprodukte oder auf Fleischverzehr zu verzichten. Nur 40 Prozent könnten sich damit anfreunden, digitale Medien sparsamer als bisher zu nutzen.

„Es gibt Bereiche im Leben von Jugendlichen, in denen trotz der Sorge vor dem Klimawandel die Bereitschaft zur Veränderung begrenzt ist. Wichtig ist zunächst einmal, sich mit dem Thema überhaupt auseinanderzusetzen. Nur so lässt sich eine ausgereifte, individuelle Entscheidung treffen“, sagt BARMER-Chef Straub.

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 27. Mai 2024