Nur Fliegen ist schlimmer...

Aktuelle Umfrage: Das Bewusstsein für die Umweltbelastung durch Flugreisen ist da, aber wirklich verzichten wollen nur wenige

Jeden Tag werden wir mit Nachrichten über den Klimawandel konfrontiert. Und jeden Tag gibt es neue Meldungen dazu, welche Aspekte unseres Konsums die Zerstörung unseres Planeten weiter vorantreiben. Ob Fleischkonsum oder Dieselautos, Plastikverpackungen oder Silvesterfeuerwerk, was immer wir in die Hand nehmen, was uns Spaß macht oder scheinbar untrennbar zu unserem Leben gehört, hat zerstörerische Auswirkungen. Sogar Haustiere versauen die Klimabilanz, Katzen sind als Klimakiller verschrien, die Haltung eines Pferdes soll einer aktuellen Berechnung zufolge ressourcenmäßig die reinste Katastrophe sein und etwa einer 20.000 km langen Autofahrt entsprechen. Gerade erst machte außerdem die erschütternde These die Runde, dass gerade umweltbewusste Menschen besonders viel CO2-Austoß verursachen. Weil sie oft gebildet, wohlhabend und weltoffen sind, wohnen sie bevorzugt in überdimensionierten Altbauwohnungen, die beheizt werden wollen, und reisen gerne um die ganze Welt. Im Flieger, versteht sich. Da nützt auch die vegane Ernährung aus dem Bioladen nicht viel, Flugreisen sind und bleiben die Klimakiller Nr. 1 unter den Verbrauchersünden.

Umfrage: Die Hälfte kann sich vorstellen, auf eine Flugreise zu verzichten
Das ist vielen bewusst und wer danach gefragt wird, zeigt sich auch einsichtig. So zeigte eine aktuelle repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der dpa, dass knapp die Hälfte (47 Prozent) der Deutschen sich vorstellen kann, aus Umweltgründen auf eine Flugreise zu verzichten. 41 Prozent wollen hingegen nicht verzichten. Laut der Befragung hätte in der Vergangenheit sogar jeder fünfte Befragte (19 Prozent) bewusst auf eine Flugreise verzichtet, um die Umwelt zu schonen.
Dafür haben nur 13 % der Flugreisenden die Möglichkeit genutzt, eine Ausgleichszahlung zu leisten. Wer fliegt, kann einen bestimmten Betrag bei Anbietern wie z.B. Atmosfair entrichten, bei dem Programme zur CO2-Reduktion (Aufforstung, klimafreundliche Kochstellen usw.) finanziert werden. Jeder Dritte wusste nicht einmal, dass es eine solche Abgabe gibt.
Im neuen Jahr wollen dementsprechend nur 4% seltener in den Urlaub fliegen als 2018. 33 Prozent wollten sogar häufiger das Flugzeug für ihre Reisen nutzen, aber immerhin 20 Prozent gar nicht.

Etwas tun, indem man etwas nicht tut
Auch wenn die Debatte um all die Dinge, die man der Umwelt zuliebe nicht tun sollte, nerven kann, so lässt sich das Ganze auch positiv betrachten: Man kann so leicht etwas für die Umwelt und das Klima tun: Einfach, indem man etwas nicht tut. Es gibt da unzählige Möglichkeiten, so dass für jeden etwas dabei ist. Und ehe jetzt ein Glaubenskrieg darüber entbrennt, was noch schlimmer ist: das Auto, Fleischessen, Fliegen oder Haustiere, es sollte sich jeder über alles und jeden freuen, der auf etwas Klimaschädliches verzichtet. Der fliegende Veganer darf dem fleischessenden Deutschlandurlauber also ebenso dankbar sein wie umgekehrt. Und auch die Stubenhocker und ewigen Zuhausebleiber dürfen sich ausnahmsweise fürs Rumhängen mal auf die Schulter klopfen: sie haben durch ihren Mobilitätsverzicht so einiges an CO2 eingespart. ;-)

Quellen:

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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 7. Januar 2018
 
 

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