Essen bah, Toiletten pfui

Unicef-SchülerInnen-Umfrage: nur mittelmäßige Noten für Schulen

Die meisten Kinder gehen gerne zur Schule und halten Unterricht für sinnvoll. Die Rahmenbedingungen aber sehen viele nicht so rosig: das Schulessen schmeckt nicht besonders, die sanitären Anlagen stinken zum Himmel und mit der Chancengleichheit ist es auch nicht weit her. Das hat eine Online-Umfrage von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk ergeben, in deren Rahmen 3.000 Kinder und Jugendliche ihrer Schule ein Zeugnis der besonderen Art ausstellen konnten.
In den neun "Fächern" Spaß, Gerechtigkeit, Hilfe bei Gewalt, Hygiene, Chancengleichheit, Essen, Beteiligung, Nützlichkeit und Stimmung konnten  Noten von 1-6 vergeben werden. Außerdem waren individuelle Vorschläge für Verbesserungen gefragt sowie Lob, Kritik und Meinungen.

Insgesamt bekommen deutsche Schulen die Durchschnittsnote 2,5. Negativ fiel das Schulessen auf, dass lediglich eine 3,0 bekam, Hygiene und sanitäre Anlagen sogar nur eine 3,4. In punkto Chancengleichheit und Gerechtigkeit vergaben die TeilnehmerInnen ebenfalls lediglich mittelmäßige Noten (Chancengleichheit 2,4 und Gerechtigkeit 2,5). Die nicht repräsentative Umfrage gibt kurz vor der Bundestagswahl ein Stimmungsbild, wie Kinder ihre Schule sehen und was dort verbessert werden muss.

„Der Anspruch der Schulen, jedem Kind gerechte Chancen einzuräumen, ist aus Sicht der Kinder offensichtlich nicht überall verwirklicht“, sagte Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Gleiche Chancen für alle Kinder zu schaffen, ist eine der größten Aufgaben für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“

Viele Kinder äußerten auch konkrete Wünsche zur Verbesserung des Schullebens:
- „Ich wünsche mir mehr Schülerbeteiligung an meiner Schule. Viele Entscheidungen die auch Schüler betreffen werden häufig nur von Lehrern getroffen und mit uns nicht abgestimmt.“
- „Es sollte kleinere Klassen geben, die Lehrer sollten sich mehr Zeit auch für Schwächere nehmen und es sollte größere Klassenräume geben.“
- „Wir brauchen mehr Gerechtigkeit von Lehrern. Wenn man da hingeht hat man eher Angst als Selbstbewusstsein.“

UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk haben den diesjährigen Weltkindertag – kurz vor der Bundestagswahl – unter das Motto „Chancen für Kinder!“ gestellt. Sie treten damit für das Recht auf eine gute Bildung und gleiche Chancen für alle Kinder ein.

Mehr Schul-Ansichten auf www.lizzynet.de

Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 19. September 2013
 
 
 

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