Riskante Zitronen

Studie: Saurer Geschmack macht risikobereit

Du bist übervorsichtig, ängstlich und traust dich nichts? Dann iss doch mal eine Zitrone. Der saure Geschmack soll einer aktuellen Studie zufolge nämlich die Risikobereitschaft fördern.

Zitronen sind offenbar ein beliebtes Objekt psychologischer Studien und ihnen werden neben einer gesundheitsfördernden Wirkung allerlei kuriose Eigenschaften nachgesagt. So soll ihr Duft Schmutzfinken zu mehr Sauberkeit anregen oder sogar zu einer größeren Spendenbereitschaft führen. Nun wollen Wissenschaftler_innen der University of Sussex herausgefunden haben, dass sie auch übertriebener Ängstlichkeit entgegenwirken können. Das mag nicht in jeder Lebenslage und für jeden Menschen erstrebenswert sein, aber, für solche, die sich kaum trauen das Haus zu verlassen, könnte es als hilfreiches Hausmittel taugen. Denn Risikobereitschaft, so die Autor_innen der Studie, sei eine der wichtigsten Verhaltensweisen, die zu einem glücklichen Leben führen, auch wenn der Begriff im Sprachgebrauch teilweise auch negative Konnotationen hat.

In ihrer Studie hatten die Wissenschaftler_innen ihren 168 Testpersonen verschiedene Lösungen der Geschmacksrichtungen bitter, salzig, süß, sauer und umami (schmackhaft, würzig, herzhaft) sowie als Kontrollflüssigkeit Mineralwasser zu trinken gegeben. Dann sollten sie ein computerbasiertes Simulationsspiel spielen, bei dem ein Luftballon möglichst groß aufgeblasen werden muss. Je größer er wurde, desto mehr gab es zu gewinnen. Platzte er, war alles verloren. Die Spieler_innen konnten zu jedem Zeitpunkt aussteigen und den Gewinn einheimsen.

Es zeigte sich, dass die Spieler_innen, die zuvor ein saures Getränk bekommen hatten, ihre Ballons deutlich größer aufpumpten als die anderen Spieler_innen - unabhängig davon, ob es sich um eher risikobereite oder ängstliche Teilnehmer_innen handelte. Dieser Effekt hielt in den Experimenten rund 20 Minuten an. Möglicherweise könnte eine höhere Dosis Saures den Effekt aber verlängern, glauben die Forscher_innen.

Es ist bekannt, dass das Gehirn auf bestimmte Geschmacksrichtungen reagiert, was aber genau im Falle der Zitrone passiert und warum es sich offenbar auf die Risikobereitschaft auswirkt, muss erst noch genauer erforscht werden.

Die Ergebnisse könnten eine unterstützende Maßnahme für ängstliche Menschen darstellen. Menschen, die in gefahrenträchtigen Berufen arbeiten, sollten dementsprechend aber besser auf allzu saure Getränke verzichten.

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 12. Juni 2018
 
 
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