Richtik schreibn is wichtik

Umfrage: 85 % der Kinder und Jugendlichen finden Rechtschreibung wichtig, die Kompetenzen gehen in diesem Bereich aber eher zurück

Kinder und Jugendliche finden Rechtschreibung wichtig, wie eine repräsentative, bundesweite Umfrage zeigt. Die  Studie wurde im Dezember 2025 im Auftrag des führenden privaten Bildungsanbieters Studienkreis vom Umfrageforschungsinstitut KB&B Family Facts durchgeführt. Danach finden es rund 85 % der befragten Kinder und Jugendlichen wichtig oder sehr wichtig, richtig zu schreiben. 80 % glauben, dass Rechtschreibung auch im Zeitalter von KI, Autokorrektur und Sprachassistenten eine große Rolle spielt. Nur eine kleine Minderheit (2 %) bezeichnet Rechtschreibung als gar nicht wichtig. Befragt wurden 1.011 Mädchen und Jungen zwischen acht und 16 Jahren.

Demgegenüber steht, dass die Rechtschreibekompetenzen eher zurückgehen. Der IQB-Bildungstrend 2022 etwa dokumentiert einen dramatischen Leistungsabfall, vor allem in Orthografie. Die Rechtschreibleistungen der Neuntklässler sind im Vergleich zu 2015 um 31 Kompetenzpunkte gesunken – ein statistisch signifikanter und bundesweit einheitlicher Rückgang. Ausbildungsbetriebe beschweren sich, dass Scchulabgänger:innen u.a. zunehmend Schwierigkeiten mit dem mündlichen und schriftlichen Ausdrucksvermögen haben.

In der Befragung gaben 85% der Schüler:innen an, dass Rechtschreibung für gute Noten wichtig sei. Viele wollen auch richtig schreiben, damit andere sie ernster nehmen - das zeigte sich vor allem in der Altersgruppe 14-16 Jahre (14 Jahre: 57 %, 15 Jahre: 63 %, 16 Jahre: 50 %) und bei Gymnasiast:innen. Vor allem Mädchen (39%) finden Rechtschreibung auch wichtig für das Selbstwertgefühl. 10 % der Jungen, und damit mehr als Mädchen, finden Rechtschreibung „nervig und unnötig“.

Rechtschreibung finden viele aber nicht nur für sich selbst wichtig. 54 % stören Rechtschreibfehler bei anderen (z. B. in Chats oder bei Influencer:innen) – besonders Mädchen (59 %), ältere 13-16-Jährige (59 %) und Gymnasiast:innen (66 %) stören sich an Fehlern.

Rund 80 % glauben, dass Rechtschreibung auch trotz KI und Autokorrektur künftig wichtig bleibt und sind zu 86 % überzeugt, dass das bessere Chancen in Ausbildung und Beruf ermöglicht.

Quelle

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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 28. Januar 2026