Milch Blut Hitze

Autorin: Dantiel W. Moniz
Aus dem Englischen von Claudia Arlinghaus und Anke Caroline Burger

Wie lebt es sich in Amerika als schwarzes Mädchen, Teenagerin oder erwachsene Frau? Welche Probleme gibt es auch heute noch in unserer angeblich so toleranten Gesellschaft? Jeder Mensch ist individuell und hat mit seinen eigenen Problemen, Schicksalsschlägen, Träumen und Gefühlen zu kämpfen, doch eines haben alle gemeinsam: das Leben. Wie geht man damit um, wenn die beste Freundin Suizid begeht? Wenn man eine Fehlgeburt erleidet oder an einer lebensbedrohlichen Krankheit erkrankt? Elf besondere Einblicke in die weibliche Welt mit all ihren Facetten.


Fazit
Dantiel W. Monz vereint auf 226 Seiten die Geschichten von unterschiedlichen schwarzen bzw. BIPoC-Personen in den verschiedensten Lebenslagen. Somit macht sie nicht nur darauf aufmerksam, dass es in der Literatur an Frauen als Hauptpersonen fehlt, sondern auch, dass Minderheiten oft nicht repräsentiert werden.

Die Sprache ist offen und ehrlich, denn die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund. So hat man stets das Gefühl, man selbst sei Teil der Geschichte, da nichts gekünstelt wirkt. Kein Thema ist ihr zu tabuisiert, denn sie nimmt alles in ihre Kurzgeschichten auf: Suizid, Krankheit, Fehlgeburt, Trauer, Tod.

Ich muss ehrlich sagen, dass dieses Buch nicht einfach mal so zu lesen ist, denn die Geschichten treffen einen wirklich sehr und ich musste am Ende eines Kapitels immer erst einmal Pause machen und die Erzählungen ruhen lassen. Auch die Art, wie die Autorin schreibt, war so direkt und ungewöhnlich, ja manchmal sogar so real, dass ich mich geekelt habe.

Diese Sammlung von Kurzgeschichten kann ich empfehlen, wenn man sich tiefer mit der teils düsteren Realität beschäftigen will, die eben auch zum Leben gehört.

Erschienen bei C.H.Beck

Autorin / Autor: Laura - Stand: 11. April 2022