Kleine Wunder überall

Autorin: Katrin Lankers

„Kleine Wunder überall“ ist ein Roman von Katrin Lankers, in dem es vor allem um Vergebung geht. Die Protagonistin ist Charlotte – hauptberuflich Ehefrau und Mutter, eher nebenberuflich berufstätig in der Firma ihres Mannes. Sie will es allen recht machen, alles perfekt machen und vergisst dabei jedoch sich selber und den Spaß im Leben. Bis ihre Mutter wieder in ihr Leben schneit.

Meine Meinung
Erst einmal muss gesagt werden, dass das Buch aus einer sehr privilegierten, weißen und (hetero)normativen Sicht geschrieben ist (die Mutter von drei „Jungs“ zum Beispiel geht ins Schwimmbad, wenn sie eine schöne Zeit mit ihren Kindern verbringen will, die Mutter von zwei „Mädels“ geht shoppen und es wird Slutshaming betrieben… naja). Wenn aber über solche Dinge hinweg schaut wird, ist das Buch in einem unterhaltsamen Stil geschrieben und lässt sich gut runterlesen. Außerdem war es auch schön, den Prozess von Charlotte mit zu durchleben, die am Ende etwas offener wird. Vergebung und Selbstbestimmung sind Thema, genau wie Tod und Krankheit. Es wird aber ein positiver Umgang damit gefunden, so dass das Happy End natürlich nicht fehlt.
Insgesamt kann ich das Buch für Leser_innen ab 14 Jahren empfehlen (vorausgesetzt, sie interessieren sich für die Perspektive einer anderen Altersgruppe) und für alle anderen Menschen, die eine (eher leichte) Sommerlektüre suchen und auf ein bisschen Kitsch stehen.

Erschienen bei Lübbe Belletristik

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Autorin / Autor: Johanna - Stand: 23. Juli 2021