Hygiene am Arbeitsplatz

Der ChemieAzubi hat ein paar hilfreiche Tipps, wie du dich mit Hygiene am Arbeitsplatz vor Viren und anderen Krankheiten schützen kannst.

Hygiene am Arbeitsplatz sollte ernst genommen werden, gerade in Zeiten des Coronavirus. (Foto: Skylar Kang, pexels, CC0)

Hygiene bedeutet mehr als nur Sauberkeit. Darunter versteht man auch die Lehre von der Gesunderhaltung eines Menschen. Am Arbeitsplatz ist es daher wichtig, mit passenden Vorkehrungen der ungewollten Vermehrung von Bakterien und Mikroorganismen entgegenzuwirken. Der ChemieAzubi hat ein paar hilfreiche Tipps, wie du dich mit Hygiene am Arbeitsplatz vor Viren und anderen Krankheiten schützen kannst.

Zur Gesamtheit der Hygiene zählt sowohl die Arbeitsumgebung, eine saubere Kleidung und natürlich auch die Reinhaltung des Körpers. Im heutigen Artikel beschäftigen wir uns gezielt mit dem Arbeitsplatz. Das fängt bereits beim Händewaschen an, geht über zum aufgeräumten Schreibtisch und endet bei der Sauberkeit der Betriebsküche.

Halte deinen Arbeitsplatz sauber

Gerade während deiner Ausbildung kommt es vor, dass du deinen Arbeitsplatz wechselst oder dir einen Arbeitsplatz mit jemandem teilst. Daher ist es umso wichtiger, dass du diesen Arbeitsplatz sauber hältst/verlässt, reinigst und desinfizierst. So schützt du nicht nur dich, sondern auch deine Kolleg:innen und Mitmenschen.

Arbeitsgeräte reinigen

Hierzu gehört die Tastatur, Maus, Monitor und das Telefon/Handy regelmäßig zu reinigen und zu desinfizieren. Denn gerade die Tastatur und das Smartphone ist eine Wohlfühloase für Keime, quasi eine Vielzahl an Erregern, die wir durch unsere Hände dort verteilen. Doch Achtung – bitte nutze ein Desinfektionsmittel, welches den Kunststoff nicht angreift. Das desinfizierende Spray nicht direkt auf die Oberflächen sprühen, sondern lieber einen Lappen damit befeuchten und anschließend die Geräte damit abwischen. Außerdem versteht es sich von selbst, nicht am Arbeitsplatz zu essen, sondern in den dafür vorgesehen Räumlichkeiten.

Schubladen nicht vergessen

Achte zusätzlich hin und wieder auf die Schubladen. Diese müssen ebenso regelmäßig gesäubert werden. Manchmal kommt es vor, dass man sein Vesperbrot in der Schublade vergisst oder eine abgelaufene Schoki in der hintersten Ecke verschwindet. Daher auch hier ein Auge auf Sauberkeit legen.

Lüften ist wichtig

Das Lüften gehört auch zur Hygiene und sollte nicht vernachlässigt werden. Besonders in geschlossenen Räumen mit mehreren Menschen können sich Viren verbreiten, insbesondere in der Erkältungszeit. Um die Raumluft zu optimieren, sollte drei bis vier Mal am Tag für ca. 10 Minuten intensiv gelüftet werden. Empfehlenswert ist das Stoßlüften: Dabei wird das Fenster komplett geöffnet, dies treibt den Luftaustausch am schnellsten voran. Das Bundesministerium für Umwelt (BMU) hat Tipps, inkl. Grafiken für euch, wie das Lüften funktioniert. Hier geht es zum Artikel

Hygiene in der Betriebsküche

Ein weiterer Ort mit potenziell hoher Erregerbelastung ist die geliebte Tee- und Kaffeeküche. Gerade im Kühlschrank mangelt es schnell an Ordnung. Um dieser Unordnung entgegenzuwirken, sollten einfache Regeln aufgestellt werden.

Auch im Kühlschrank wachsen Keime. Daher sollte auch der Betriebskühlschrank regelmäßig gereinigt werden. (Foto: Ello, unsplash, CC0)

Hier eine kleine Checkliste

  • Beschrifte die mitgebrachten Lebensmittel mit deinem Namen. Eine Kennzeichnung der Lebensmittel wirkt dem Verwaisen verderblicher Produkte entgegen.
  • Achte bei Lebensmitteln, die sich im Kühlschrank befinden, immer auf das Verfallsdatum und entsorge diese sofort, wenn sie bereits abgelaufen sind. Am besten natürlich aufessen oder zügig verbrauchen.
  • Ist versehentlich im Kühlschrank etwas verschüttet worden, sollte diese Panne natürlich sofort beseitig werden.
  • Regelmäßiges Säubern eines Kühlschranks ist selbstverständlich. Ist in deinem Unternehmen nicht die Reinigungskraft dafür zuständig, kann hier im Wechsel ein:e Verantwortliche:r (Reinigungsplan) festgelegt werden. So gibt es keine Ausreden mehr.
  • Werden für das Mittagsessen Geräte, wie Mikrowelle oder Herdplatte benutzt, sollten diese nach Gebrauch auch wieder sauber gemacht werden.
  • Bitte die Mülltrennung nicht vergessen. Auch sie sorgt für Sauberkeit in der Kaffeeküche.
Die Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern, daher regelmäßiges Händewaschen nicht vergessen! (Foto: Karolina Grabowska, kaboompics, CC0)

Die wichtigsten Hygienetipps für dich

Regelmäßiges Händewaschen ist das A und O: Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, sich vor dem Essen, nach dem Essen sowie im Anschluss an die Toilettennutzung die Hände zu waschen. Und auch, wenn man im Laufe des Tages viele Flächen oder Türklinken angefasst hat. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (bzga) gibt hier ausreichend Tipps fürs Händewaschen.

Niese und huste in deine Armbeuge oder in ein Taschentuch. Das benutzte Taschentuch sollte nach Gebrauch schleunigst entsorgt werden. Damit wird verhindert, dass Bakterien über deine Hände im Kontakt mit anderen Menschen verbreitet werden.

Die Hände vom Gesicht fernhalten Über deine Schleimhäute von Augen, Nase und Mund können Viren in deinen Körper gelangen und eine Infektion auslösen. Besonders wichtig in Corona-Zeiten.

Berührungen vermeiden Während einer Pandemie sollte auf nahen Kontakt wie Umarmungen oder Händeschütteln, verzichtet werden. So minimiert sich das Risiko, sich selbst oder andere anzustecken. Besonders wichtig in Corona-Zeiten.

Ausreichend Abstand einhalten Ausreichender Abstand von 1,5 m zu deinen Kolleg:innen oder Kund:innen schützt nicht nur dich, sondern auch deine Mitmenschen. Diese Regel gilt vor allem in Corona-Zeiten.

Bei bereits bestehender Krankheit zuhause bleiben. Fühlst du dich während der Arbeit nicht wohl, dann beende lieber nach Rücksprache mit der Führungskraft die Tätigkeit und kuriere dich zu Hause aus. Und am besten gar nicht erst krank auf der Arbeit erscheinen. Es bringt niemandem etwas, wenn nach deinem Erscheinen die halbe Abteilung ausfällt (etwas übertrieben formuliert ;) ).

Fazit: Hygiene am Arbeitsplatz

Es ist natürlich unmöglich, immer alles blitzblank oder keimfrei zu halten. Das Ziel ist es jedoch, die Hygiene im Büro zu verbessern. Mit der Einhaltung hygienischer Selbstverständlichkeit sowie der Optimierung der Arbeitsplatz-Hygiene verringert man Ansteckungen und auch die Krankheitstage.

Übrigens: Dieser Chemiker hat die Hygiene „erfunden“

Dass schlechte hygienische Bedingungen zur Ausbreitung von schlimmen Krankheiten führen können, wissen wir heute. Aber bis ins 19. Jahrhundert hinein war dies nicht bekannt.

Max Josef Pettenkofer war ein bayerischer Chemiker. Er gilt als erster Hygieniker Deutschlands. (Foto: Wikipedia, gemeinfrei)

Erst der Mediziner und Chemiker Max von Pettenkofer hat diesen Zusammenhang erkannt. In diesem Artikel haben wir einen Chemiker im Portrait, der sich mit Hilfe der Wissenschaft für die Gesundheit eingesetzt hat.

DIY Desinfektionsmittel

In der Bahn, im Bus, im Supermarkt – überall kommen wir über unsere Hände mit Viren in Kontakt. Es ist deshalb wichtig, sich oft am Tag die Hände gründlich zu waschen – oder zu desinfizieren. Desinfektionsmittel kann man nämlich auch selbst machen. In diesem Artikel gibt es ein Lifehack-Video für euch.

DIY Seife

Alle sind sich einig, dass Hand-Hygiene in Pandemie-Zeiten extrem wichtig ist. Deswegen achten viele nun auf langes und intensives Händewaschen. Hier hat der ChemieAzubi ein Netzfundstück für euch: ein Rezept zum Selbermachen von Seife.

Bleibt gesund!

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Autorin / Autor: ChemieAzubi - Stand: Juli 2021