Emily Eternal

Autorin: M.G. Wheaton
Aus dem Amerikanischen von Charlotte Lungstrass-Kapfer

Inhalt
Emily ist eine hochentwickelte Künstliche Intelligenz. Mathematische Probleme kann sie in Lichtgeschwindigkeit lösen und sie ist besser als alle Psychiater der Welt, denn sie kann die komplexen Geheimnisse des menschlichen Geistes besser analysieren.
Deshalb fühlt sich Emily auch nicht als Künstliche Intelligenz sondern eher als Künstliches Bewusstsein. Aber als die Sonne droht zu erlöschen, hat auch Emily kein Programm dies zu verhindern. Doch Emily wäre nicht Emily, wenn sie es nicht doch probieren würde. Sie fasst einen Plan, den sie mit Hilfe von Janson ausführen kann. Dank eines Interfacechips, durch den Emily menschlich erscheint, kann sie mit Jason kommunizieren. Einfacher wird die ganze Situation dadurch aber nicht, schließlich ist sie ein Computerprogramm und kein Mensch, auch wenn sie sich nichts sehnlichster wünscht.

Meinung
Geschrieben ist der Roman aus der Ich-Perspektive von Emily. Man erfährt durch sie, was sie als Computerprogramm alles leisten kann und wozu sie fähig ist und das sie erst seit 5 Jahren existiert. Man erlebt, wie Emily mit Emotionen, Gefühle und mit ihrem Selbstbewusstsein umgeht. Sie ist willensstark, wenn sie etwas beginnt möchte sie es auch zu Ende bringen.
Nebencharaktere gibt es in diesem Buch nicht sehr viele, aber man lernt auch das Team aus hoch intelligenten Programmierern kennen, das Emiliy programmiert hat. Einer von ihnen ist Nathan, ihr Erschaffer, der sehr ruhig und zurückhaltend rüberkommt. Erst beim genaueren Lesen erfährt man den Grund dafür.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht lesbar und kam an einigen Stellen auch humorvoll herrüber. Der Roman wurde in mehrere Bücher im Buch unterteilt, das fand ich vorteilhaft, weil man dadurch Emilys Handlungsweise besser verstanden hat und wird richtig mitgenommen. Im ersten Buch erfährt man, was Emily in ihrem virtuellen Zuhause auf dem Campus erlebt und daran reihen sich die weiteren Bücher chronologisch an, bis zum Ende (das mich total überrascht hat).

Das Cover mit dem Gesicht von Emily und ihren Augen, die aussehen wie vernetzte Chips, passt sehr schön zum Roman. Leider hat mich der Roman etwas verwirrt. Das lag zum einen daran, dass ich nicht wusste, wann Emily "menschlich" war und wann sie wieder nur im Bewusstsein der Menschen war. Auch sind manche Dinge passiert, wo ich nicht wusste wie es dazu kam, zum Beispiel das plötzliche Treffen mit Jason in seinem Haus.
Ansonsten finde ich, dass es ein interessantes Buch über Künstliche Intelligenz ist, das darauf eingeht, was aus einer KI geschaffen wurde und wie sie sich weiter entwickelt hat.

Fazit
Bei diesem Buch habe ich schnell festgestellt, das es verschiedene Arten von Künstlichen Intelligenzen gibt. Da ich bereits ein anderes Buch über eine KI gelesen habe, bei der es sich um eine KI mit Bezug auf Roboter handelte, musste ich bei diesem Roman feststellen das sich diese KI mehr mit Computerprogrammen beschäftigt und deshalb nur mit einem Interfacechip sichtbar ist. Aber ebenso wie beim ersten Buch war ich sehr beeindruckt, wozu diese fähig sind.
Ich kann dieses Buch allen SceneFiction Leserinnen und Lesern, die sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz und Künstliches Bewusstsein beschäftigen möchten gerne weiter empfehlen.

Erschienen bei Heyne

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Autorin / Autor: Sunlina - Stand: 03. Juli 2020