Dream of Dragons

Autor: Wolfgang Hohlbein

Das Buch ,,Dream of Dragons” vom bekannten deutschen Fantasyautor Wolfgang Hohlbein ist eine Vertiefungshilfe für Englischlernende ab dem dritten Jahr. Es erschien 2011 bei Pons.

Timucin, der rechtmäßige Khan des Kijat-Klans und spätere Dschingis Khan, ist bereits seit über einem Jahr auf der Flucht. Sein Stamm ist in alle Winde verstreut, die einzigen, die ihm noch geblieben sind, sind seine willensstarke Verlobte Arbesa, seine geschwächte Mutter Üdschin und sein Traumdrache Sarantuya. Zu viert sind sie auf dem Weg zum heiligen Berg, in der Hoffnung dort eine Lösung zu finden, welche sie von ihrem Leben auf der Flucht erlöst.
Als er seinen Schwurbruder Chuzir überraschenderweise wieder trifft, ist er heilfroh über seine helfende Hand und seine Gesellschaft. Doch steckt hinter dieser Begegnung mehr als er ahnt? Was wird geschehen, wenn er vom heiligen Berg zurückkehrt?

Meine Meinung:
Ich muss sagen, dass mir der Aufbau des Buches sehr zusagt. Die komplette Geschichte ist in englischer Sprache verfasst. Auf jeder Seite sind wahrscheinlich noch unbekannte Vokabel mit Fußnoten versehen, welche man unten auf der Seite wiederfindet. Zudem hat man hinten im Buch eine ausführliche Übersicht über alle erklärten Begriffe zum Nachschlagen oder noch mal lernen.

Immer wieder gibt es in den Kapiteln Randfragen, welche man zur Überprüfung des Verstehens nutzen kann. So nimmt man den Inhalt noch besser auf und behält ihn. Im Anhang findet man zudem zu jedem Kapitel eine spielerische Aufgabe, welche einem die Vokabeln nochmals näher bringen sollen.

Falls man sich vergewissern möchte, ob man die Aussprache englischer Texte beherrscht, kann man die beigefügte MP3-CD verwenden. Der Erzähler spricht genau und deutlich, sodass man jedes Wort gut versteht. Dies ist zwar eine gute Übung, könnte aber für schon erfahrenere Leser etwas den Reiz verlieren, da einem das Hören irgendwann recht langwierig erscheint.

Im Allgemeinen empfinde ich dieses Kombinieren der verschiedenen Lernmöglichkeiten für jüngere Menschen als sinnvoll. Hierdurch kann man das Lese- und Sprachverstehen optimieren und den Lesenden noch tiefer in den Text einsteigen lassen.

Die Geschichte an sich ist nett. Ich finde, man merkt, dass hier wirklich die Sprache und das Verstehen im Mittelpunkt stehen. Ich kenne auch andere Werke von Hohlbein und mir ist einfach ein Unterschied zu diesem aufgefallen. Manche Szenen sind für mich zu wenig beschrieben, andere wiederum zu genau, mir erscheint es so, als wenn ein wirklicher Ausgleich manchmal fehlt.

Ansonsten gefällt mir die Idee vom Traumdrachen Sarantuya, die als letzter Drache noch an die Menschheit glaubt und einen Bund mit Timucin eingegangen ist. Sie ist seine Beraterin und ständige Begleiterin, auch wenn er sich dessen nicht immer bewusst ist.

Ein Punkt, welcher mich zudem gestört hat, war, dass ich eigentlich fast immer den weiteren Verlauf der Geschichte vorausahnen konnte. Es gab vielleicht drei oder vier Szenen, in denen etwas anderes geschah, als ich es erwartet hätte, aber ansonsten war dies leider wie zuvor beschrieben.

Kurz gesagt: Ich kann ,,Dream of Dragons” als Vertiefung zum Englisch lernen für Jüngere sehr empfehlen. Wer jedoch auf eine spannende Geschichte á la Hohlbein hofft, dem würde ich hiervon abraten.

Erschienen im: Pons

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Autorin / Autor: logoso - Stand: 26. Juli 2011
 
 

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